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Finanzen

21.01.2020

Glasfaser: Gemeinde zahlt nur zwei Drittel

Die Arbeiten für die Glasfaserverlegung in Großkötz sollen jetzt wieder anlaufen.

Warum Kötz den Restbetrag erst nach der Endabnahme der Zusatzarbeiten überweist

Die Gemeinde Kötz hat zwar bezahlt, aber vorerst nur etwa zwei Drittel des Rechnungsbetrags. Knapp 57000 Euro der insgesamt knapp 157000 Euro betragenden ersten Abschlagszahlung für Zusatzarbeiten beim Glasfaserausbau in Großkötz wurden auf einstimmigen Beschluss des Gemeinderats vorläufig zurückgehalten.

Das zurückgehaltene Geld soll erst dann überwiesen werden, wenn die Arbeiten vor Ort geprüft und abgenommen worden sind, sagte Zweiter Bürgermeister Reinhard Uhl, der die Gemeinderatssitzung in Vertretung des längerfristig erkrankten Kötzer Bürgermeisters Ernst Walter geleitet hatte. Noch in diesem Quartal soll die Endabnahme der Arbeiten erfolgen.

Als Grund für die Zusatzarbeiten, die Vitronet jetzt mit insgesamt knapp 157000 Euro der Kommune in Rechnung gestellt hat, wurde im Gemeinderat der teilweise schlechte Zustand der Gehwege genannt. Etliche seien, so sagte Zweiter Bürgermeister Uhl auf Anfrage der Günzburger Zeitung, „in einem etwas maroden Zustand“ gewesen. Es habe zwar kein direkter Handlungsbedarf bestanden, als dann aber im Zug der Tiefbauarbeiten für den Glasfaserausbau die Gehwege ohnehin aufgerissen werden mussten, habe Bürgermeister Ernst Walter im Rahmen einer dringlichen Anordnung entschieden, dass die Gehwege bei Bedarf instand gesetzt werden sollen.

Allerdings hat die Firma Vitronet, die den Glasfaserausbau in Kötz erledigt, laut Sitzungsunterlagen der Gemeindeverwaltung trotz mehrfacher Aufforderung kein Angebot für die zusätzlichen Arbeiten vorgelegt, auch auf die fehlenden Regieberichte habe die Verwaltung immer wieder hingewiesen. Im Dezember hat Vitronet dann zusammen mit dem gemeindlichen Bauamt die geleisteten Arbeiten aufgenommen und als Grundlage der Abschlagszahlung herangezogen.

„Nach Einschätzung des Bauamtes werden über die Abschlagszahlung circa 60 bis 70 Prozent der Gesamtkosten abgerechnet“, heißt es in den Unterlagen für die Gemeinderäte. Diese haben nicht, wie im Beschlussvorschlag empfohlen, die gesamte Rechnungssumme freigegeben, sondern unisono beschlossen, für die Zusatzarbeiten vorerst nur 100000 Euro zu überweisen und den Restbetrag von knapp 57000 Euro bis zur Endabnahme der Arbeiten zurückzubehalten.

Nach der Winterpause sollen die Arbeiten für die Glasfaserverlegung in Großkötz wieder anlaufen, sagte Zweiter Bürgermeister Reinhard Uhl der Günzburger Zeitung. Schätzungsweise etwa zwei bis drei Monate werde man noch für die Arbeiten in Großkötz brauchen.

Derzeit laufen laut Uhl außerdem die Besprechungen wegen des Ausbaus in Kleinkötz, der nach Fertigstellung der Arbeiten in Großkötz anlaufen soll. Auch in Ebersbach wird Vitronet Glasfaserleitungen legen. (ilor)

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