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20.02.2018

Grippe-Gefahr: Kein Weihwasser mehr in Kirche

Pfarrer verbietet auch das Händereichen

Weiden Ja heilige Maria! Wegen möglicher Grippe-Ansteckungen hat der katholische Pfarrer Gerhard Pausch im oberpfälzischen Weiden die Notbremse gezogen – die Weihwasserbecken in seiner Herz-Jesu-Kirche bleiben für die nächsten zwei oder drei Wochen leer. Auch das Händereichen beim Friedensgruß solle vorerst ausfallen, sagte er. Den Gottesdienst sieht der Geistliche dadurch nicht beeinträchtigt: „Der Friedensgruß kann sehr gut durch ein freundliches Zunicken angedeutet werden.“

Die Anregung für diese Gesundheitsvorsorge sei von einigen Kirchenbesuchern gekommen, die aufgrund der Ansteckungsgefahr vor dem Weihwasserbecken und dem Friedensgruß zurückschreckten, sagte Pausch. Die Bistumsleitung in Regensburg betonte: „Es gibt keine einheitlichen Weisungen. Die Entscheidung für einen Verzicht auf Weihwasser und den Friedensgruß obliegt jeder Pfarrei selbst.“

Das Bistum Augsburg erklärt auf Anfrage, dass es „keine derartigen Bestimmungen“ gebe. Zudem sei beim Friedensgruß liturgisch nur ein „Zeichen“, nicht aber der Handschlag vorgeschrieben. Wie auch sonst im zwischenmenschlichen Umgang sei davon auszugehen, dass Betroffene durch ein freundliches Nicken und die Vermeidung von Körperkontakt die Ansteckungsgefahr eindämmen. (ida, dpa)

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