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Fähnrichball

17.02.2015

Grippewelle erreicht Jettinger Fasnacht

Die Akteure geben beim Fähnrichball in Jettingen-Scheppach alles. Die Fähnriche und Bräute erscheinen traditionell.
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Die Akteure geben beim Fähnrichball in Jettingen-Scheppach alles. Die Fähnriche und Bräute erscheinen traditionell.
Bild: Adlassnig

Die Burkhardia muss auf drei Tänzerinnen verzichten. Dann passiert auch noch ein Unfall. Trotzdem wird dem Publikum in Jettingen-Scheppach ein tolles Programm geboten

Die Grippewelle hat auch die Jettinger Fasnacht erreicht. Auch waren die auftretenden Gruppen durch Verletzungen geschwächt. So musste die Burkhardia zum Fähnrichball gleich auf drei Tänzerinnen der Nachwuchsgruppe Powerstrips verzichten. Doch immerhin zehn junge Damen und ein Nachwuchstänzer legten einen gelungenen Auftritt in neongrün-schwarzen Kostümen zu viel 80er Jahre Diskosound aufs Parkett, für den sie viel Beifall und ein kleines Geschenk des Komitees erhielten.

Zuvor hatten bereits die Fähnriche ihren Auftritt. In Jettingen herrschen anstatt eines Prinzenpaares ein Oberfähnrich mit hellblauem Schmuck und zwei begleitende Fähnriche mit roten Krawatten, Schleifen am Zylinder und Schärpe. Die jungen Herren tragen zudem biedermeierliche Gehröcke und eine weiße, einseitig hochgesteckte Sonntagsschürze, wie sie noch bis nach dem Krieg auf dem Dorf üblich war. Die dazugehörigen Bräute präsentieren sich im „kleinen Schwarzen“. Dem Einmarsch mit Trommlerzug, Hanswurst und Trommler folgten der Fähnrichwalzer und eine Jive-Einlage der drei Paare.

In Jettingen steht weniger die Darbietung im Mittelpunkt als das bunte Faschingstreiben mit ausgelassener Tanzmusik. Die Wodan Revival Band brachte Stimmung in die Turnhalle, die Tanzfläche war gut gefüllt. Mit dem Gastauftritt der Karnevalsfreunde aus Senden wollte die Burkhardia noch ein weiteres Glanzlicht bieten. Doch die Carnevalsgruppe CCI Illertal, die den Fasching 2015 mit einem männlichen Prinzenpaar regiert, kam bereits geschwächt in Jettingen an. Die gesamte Garde musste aufgrund einer Erkrankung aussetzen, auch der Prinzenwalzer konnte nicht wie geplant stattfinden. Doch Prinz Nik wollte nicht aufgeben, hatte kurzfristig mit zwei CCI-Tänzerinnen eine neue Choreografie einstudiert und zeigte einen Tanz mit Spagaten und Überschlägen. Doch bei der heftig geforderten Zugabe kam es dann noch zu einem folgenschweren Unfall: Prinz Nik verletzte sich beim eingesprungenen Spagat so unglücklich, dass er von seinem Partner, Prinz Chris, ins Krankenhaus gebracht werden musste. Dennoch gaben die Illertaler nicht auf und zeigten ihren gespenstischen Hexentanz im Halbdunkel der Turnhalle, in der für raffinierte Leuchteffekte zeitweise das Licht ganz abgeschaltet wurde.

Mit Genesungswünschen wurden die Sendener verabschiedet, während in der Jettinger Turnhalle bis in den Morgen gefeiert wurde.

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guenzburger-zeitung.de/bilder

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