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02.02.2020

Großes Lob für die Feuerwehr Burgau

Bei der Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Burgau am Freitag gab es nicht nur Ehrungen und Beförderungen, sondern auch großen Dank und Anerkennung für die geleisteten Einsätze. Im Hintergrund: die neue Drehleiter, die im vergangenen Jahr in Dienst gestellt wurde.
Foto: Peter Wieser

Dankesschreiben an die Einsatzkräfte zeugen von Anerkennung. Bei der Dienstversammlung wurde auch auf die Ausstattung der Einheiten geblickt.

Im vergangenen Jahr hat die Freiwillige Feuerwehr Burgau bei ihren insgesamt 170 Einsätzen 21 Menschen aus teilweise lebensbedrohlichen Situationen gerettet. Nicht selten seien die Aktiven bei Unfällen vor dem Rettungsdienst am Unfallort und man gehe bis an die Grenzen des Möglichen, betonte Kommandant Hans-Peter Merz bei der Dienstversammlung. „Oft stehen wir die ersten fünf Minuten alleine da, müssen handeln und die richtigen Entscheidungen treffen.“

Eines hatte sich Merz nicht nehmen lassen, zu erwähnen: Es gebe Dankbarkeit und Anerkennung seitens der Betroffenen. Im vergangenen Jahr hatte die Burgauer Wehr mehrere Dankesschreiben erhalten, von denen Merz eines nach einem Unfall auf der A8 zitierte: „Es war sehr beeindruckend, wie Sie unseren Partner aus dem Auto herausgeschnitten haben. Wir sind sehr dankbar, dass wir eine solche Hilfsbereitschaft durch die freiwilligen Helfer, die bereit waren, sich für wildfremde Personen in Gefahr zu begeben, erfahren durften.“ In einem weiteren Schreiben, unterzeichnet von Bürgermeister Robert Strobel und Kommandant Ralf Berchtold, hatte sich die Stadt Ichenhausen bei der Burgauer Wehr für ihre Mithilfe nach dem Starkregenereignis im Juli 2019 bedankt. Die Wehr sei jederzeit bereit, auch nach Burgau zu kommen.

Ein Dankeschön von der Stadt für die Einsätze

„Das alles zeugt von dem Spektrum, das wir leisten. Vielen ist bewusst, welche Maschinerie dahintersteckt“, sagte Merz, der wiederum auch der Stadt Burgau seinen Dank aussprach: Nach einem einstimmigen Beschluss des Stadtrates erhält jeder Aktive einen Betrag in Höhe von fünf Euro pro geleistetem Einsatz. Im vergangenen Jahr hatte es auch weniger komplizierte Einsätze gegeben, wie den mit einem verletzten Storch, der in die Tierklinik nach Gessertshausen gebracht wurde oder mit einem vom Eis eingeschlossenen Schwan, der beim Eintreffen der Wehr unerwartet das Weite gesucht hatte.

Zuvor schon war Burgaus Bürgermeister Konrad Barm auf die Einsätze im Sicherheitsbereich eingegangen, die Absicherung bei Faschingsumzügen oder beim Donautal-Radelspaß im vergangenen Jahr. Er lobte die Wehr für die hohe Beteiligung bei den Übungen, die Ergebnisse bei der Inspektion und vor allem ihre Leistungsfähigkeit. „Das zeugt von Effektivität“, sagte Barm.

109 Männer und Frauen sind bei der Feuerwehr Burgau

Die Freiwillige Feuerwehr Burgau besteht derzeit aus 109 Männern und Frauen, davon acht Jugendliche, von denen in diesem Jahr vier in den aktiven Dienst übertreten. 2019 wurde die neue Drehleiter mit Kosten in Höhe von rund 700000 Euro in Dienst gestellt. Weiter wurden für die Löschgruppe Großanhausen für gut 80000 Euro ein gebrauchtes Tragkraftspritzenfahrzeug und für 12000 Euro eine neue Tragkraftspritze beschafft. Jetzt stehen die Erweiterung des Gerätehauses sowie die Ausschreibung zur Beschaffung eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs als Ersatz für das 25 Jahre alte Tanklöschfahrzeug an. Der Aufwand für die laufenden Übungen in der Freizeit betrug im vergangenen Jahr rund 3000 Stunden. Kreisbrandinspektor Erwin Schneider erinnerte daran, dass es mit Übungen und Einsätzen nicht getan sei. Diese erforderten im Anschluss stets, die Fahrzeuge neu zu bestücken und wieder herzurichten.

Ehrungen und Beförderungen gab es auch: Alexander Baraldo, Michael Hacker, Tobias Kiechle, Patrick Schieferle und Stefan Weber wurden für zehn Jahre, Alexander Schuster wurde für 20 Jahre, Wolfgang Mändle für 25 und Elmar Baumeister, Gerhard Konrad, Ulrich Mändle und Heinz Leihkauff für 30 Jahre Dienstzeit geehrt. Pascal Miehle, Leon König, Niclas Mengele, Tim Mändle und Florian Wirth wurden zum Feuerwehrmann, Matthias Imminger und Christian Schneider, die beiden Stellvertreter von Kommandant Hans-Peter Merz, wurden zum Brandmeister befördert. Im Anschluss an die Versammlung folgte der Bericht von Johann Tippel, dem Vorsitzenden des 251 Mitglieder starken Feuerwehrvereins. Dieser unterstützt die Aktiven in vielfältiger Weise. Unter anderem wurde mit der Beteiligung von Burgauer Unternehmen ein 8600 Euro teures Übungsgerät zur Brandbekämpfung beschafft.

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