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08.07.2010

Großprojekte erfordern Nachbesetzung

Der neue Mann Georg Baur (links) und Pflegedirektor Gerhard Fischer sind bereits ein eingespieltes Team. Foto: Bezirk Schwaben
Bild: Bezirk Schwaben

Günzburg Das Qualitätsmanagement steht kurz vor der Zertifizierung, Pflegediagnosen werden eingeführt, Deeskalations-Maßnahmen unterrichtet: Die Pflegedirektion am Bezirkskrankenhaus (BKH) Günzburg hat derzeit etliche Großprojekte am Laufen. "Deshalb kommt Georg Baur als mein Stellvertreter genau zum richtigen Zeitpunkt", sagt Gerhard Fischer, Pflegedirektor an der größten Einrichtung der Bezirkskliniken Schwaben.

Seit 1. Juni ist Georg Baur stellvertretender Pflegedirektor am Bezirkskrankenhaus, die Stelle war einige Zeit nach dem Ruhestand von Gisela Dreißig-Kanderske unbesetzt. Der 48-Jährige kennt die Einrichtung aus der Westentasche, hat er doch hier bereits schon seine Ausbildung zum Krankenpfleger gemacht und dort gearbeitet. Nach einer Weiterbildung zum Unterrichtspfleger folgte ein "Auswärtsspiel" als Lehrer und Leiter der Krankenpflegeschule Lauingen, die jedoch 2004 geschlossen wurde.

Baur kam zurück nach Günzburg und wurde hier Abteilungsleiter zunächst in der Gerontopsychiatrie, später in der Forensik. "Mir hat sowohl das Unterrichten als auch die aktive Pflege immer sehr viel Freude gemacht", so Georg Baur. Aber auch der administrative und organisatorische Bereich liegt ihm: So war er bereits als pflegerischer Abteilungsleiter selbstständig für alle Personalangelegenheiten seines Bereiches zuständig.

Nun mit die Verantwortung für etwa 420 Stellen im Pflegebereich des Bezirkskrankenhauses zu übernehmen, scheut er nicht. "Wir stehen derzeit vor großen Herausforderungen. Aber es ist auch schön, wenn man für die Zukunft etwas bewegen kann." Gerüstet ist Georg Baur dafür zudem durch ein berufsbegleitendes Pflegemanagement-Studium, das er von 2006 bis 2009 an der Fachhochschule Osnabrück und als Zweitbester von 31 Teilnehmern absolviert hat.

Großprojekte erfordern Nachbesetzung

"Das wird auch die Zukunft sein - ohne ein entsprechendes Studium wird man künftig auch in den Pflegeberufen keine Leitungsfunktion mehr einnehmen können", betont Pflegedirektor Gerhard Fischer. "Die Herausforderungen, die auf uns zukommen, sind enorm. Dazu bedarf es auch der einschlägigen Qualifikation."

Auf fünf Pilotstationen angelaufen

Als ein Beispiel dafür nennt Fischer die Einführung von Pflegediagnosen, die derzeit am BKH Günzburg erprobt wird. Das Projekt ist in diesem Jahr auf zunächst fünf Pilotstationen angelaufen. Es gibt inzwischen 200 klassifizierte Pflegediagnosen, "die vor allem dazu beitragen, den Pflegekräften den Umgang mit den Patienten und die Dokumentation zu erleichtern", erläutert Fischer. "Pflegediagnosen helfen, Pflege systematisch durchzuführen und geben allen Beteiligten eine einheitliche Sprache an die Hand, das trägt dazu bei, Missverständnisse und Fehlinterpretationen zu vermeiden", ergänzt Baur. Er wird nun als Stellvertreter von Gerhard Fischer diesen Prozess sowie andere begleiten: "Das ist eine von derzeit vielen Maßnahmen, die zu einer stetigen Qualitätsverbesserung für unsere Patienten beiträgt". (zg)

Infos zu den Bezirkskliniken Schwaben gibt es im Internet unter

www.bezirkskliniken-schwaben.de

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