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Günzburg

08.04.2021

Grüne wollen Bus und Bahn „einfach machen“

Die Grünen wollen das Fahren mit dem Bus einfacher gestalten.
Foto: Bernhard Weizenegger (Symbolbfoto)

Max Deisenhofer stellt Positionspapier der Landtagsfraktion vor. In Schwaben soll es nur noch einen Verkehrsverbund geben.

Die Grünen im Bayerischen Landtag haben ein detailliertes Konzept für flächendeckende Verkehrsverbünde in Bayern beschlossen. Kernpunkt ist eine Neustrukturierung: In Zukunft soll es in Bayern nur noch fünf Verbünde geben, die sich weitgehend an den Bezirksgrenzen orientieren. Zudem soll sich der Freistaat viel stärker finanziell engagieren, um die Verbünde dauerhaft zu fördern.

„Der bayerische Nahverkehr gleicht derzeit einem Flickerlteppich“, erklärt Landtagsabgeordneter Max Deisenhofer. Der Zustand sei in weiten Teilen Bayerns nicht ansatzweise dafür geeignet, die Verkehrswende zu unterstützen, geschweige denn voranzubringen. Weite Teile Bayerns hätten gar keinen vollwertigen Verkehrsverbund mit Bus, Tram, U-Bahn und Bahn beziehungsweise On-Demand- und Sharing-Angeboten.

Deisenhofer: Verkehrsverbünde sollen verknüpft werden

„Die Mobilitätswende ist eine der Grundvoraussetzungen für effektiven Klimaschutz. Für zukunftsfähige Mobilität brauchen wir ein Netz aus Bus, Bahn, Fahrrad- und Fußwegen, das allen Menschen bequem und einfach Mobilität auch ohne eigenes Auto ermöglicht. Dafür brauchen wir auch in unserer Region dringend eine Erweiterung und Verknüpfung des Verkehrsverbundes Mittelschwaben mit den umliegenden Verbänden AVV und DING. Durch flexible Übergangszonen und attraktive Ticketangebote schaffen wir maximale Flexibilität, um problemlos in benachbarte Verbünde zu pendeln. Denn das ist nicht nur ökologisch, sondern auch sozial. Wir wollen, dass diese Vorteile nicht nur Menschen in Großstädten genießen können, sondern auch auf dem Land“, sagt Deisenhofer.

Die Grünen setzen für die verstärkte Nutzung der Öffentlichen das Prinzip „Eine Fahrkarte“ voraus: Egal, welche Verkehrsmittel man auf dem Weg von A nach B nutzen möchte, es gilt dasselbe Ticket – auch in allen Zügen des Nahverkehrs. „Nur mit einem einfach nutzbaren System und gutem Angebot steigen mehr Menschen um vom Auto zu Bus und Bahn. Mit fünf großen, leistungsfähigen Verkehrsverbünden, flächendeckend in ganz Bayern, schützen wir das Klima und unterstützen die Verkehrswende“, ergänzt Markus Büchler, Sprecher für Mobilität der Landtagsgrünen.

In Bayern gibt es derzeit zwölf vollwertige Verkehrsverbünde

Derzeit existieren in Bayern zwölf vollwertige Verbünde, die höchst unterschiedlich strukturiert und bedeutsam sind.

Weiter gibt es 25 Verkehrsverbünde ohne Integration von Bahntickets, acht Verbünde nur für Fahrplankoordinierung, manche Landkreise bleiben ganz ohne Verbund. Insgesamt bestehe ein Dschungel an Tarifen, Strukturen und Angeboten, der das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln oft unattraktiv mache.

In Schwaben fehle ein einheitliches, übersichtliches System. Max Deisenhofer sagt: „Darüber hinaus lässt die Staatsregierung die Kommunen – wie so oft – finanziell im Regen stehen. Ein Landkreis, der einem bestehenden Verkehrsverbund beitreten will, muss dafür hohe Beträge zahlen. Hier muss der Freistaat koordinieren und kofinanzieren.“ (zg)

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