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Dürrlauingen

27.04.2020

Grundschule Dürrlauingen: Bemalte Steine als Zeichen des Zusammenhalts

Bunte Steine vor der Tür der Dürrlauinger Grundschule sind ein Zeichen für den Zusammenhalt und gleichzeitig Ermutigung in der Corona-Pandemie, die den Alltag sehr verändert hat.
Bild: Martin Gah

Die Malaktion an der Grundschule Dürrlauingen findet großen Anklang. Was betroffene Schüler und Eltern zur Krise sagen und wie sie damit umgehen.

Bunt bemalte Steine haben Grundschüler in Dürrlauingen vor der Schultür abgelegt als Zeichen des Zusammenhalts in einer Zeit, in der man nicht zusammen sein darf. „Wir wollten damit sagen, dass wir zusammenhalten und keiner alleine ist und, dass die Kinder wenigstens ein bisschen verstehen, dass es allen so geht“, sagt eine Mutter aus dem Elternbeirat der Grundschule Dürrlauingen.

Über den Nachrichtendienst WhatsApp wurden die einzelnen Klassen über die Aktion informiert. Sie startete am Karfreitag, und am Ostermontag lagen schon über 100 Steine. Das heißt, es müssen sich auch noch Geschwisterkinder oder andere Personen an der Aktion beteiligt haben, denn das sind mehr als die 81 Kinder der Grundschule und ihrer Partnerklasse an der Nikolaus-von-Myra-Schule. Auch der Dürrlauinger Bürgermeister Edgar Ilg bemalte einen Stein und überbrachte darauf den Kindern eine Botschaft. Die Quintessenz: „Haltet durch!“

Die Motive sind breit gefächert

Die Schüler freuten sich über die Abwechslung durch die Steinaktion. Die Motive der Kinder sind breit gefächert, von konkret bis abstrakt. Schulleiterin Stefanie Hutter fand die Steinaktion rührend, und die Lehrer vermissen die Kinder auch. Wann und wie der Schulbetrieb in Dürrlauingen wieder aufgenommen werden kann, steht noch nicht fest. Die Rektorin ist überzeugt, dass die Grundschule eventuellen Auflagen der Staatsregierung erfüllen kann und sagt: „Wir wollen den Schülern wie auch immer größtmögliche Normalität vermitteln. Wir sind darüber hinaus eine kleine Schule und ich bin überzeugt, dass wir vonseiten der Regierung und der Gemeinde jedwede Hilfestellung bekommen“.

Grundschule Dürrlauingen: Bemalte Steine als Zeichen des Zusammenhalts

Die Corona-Krise hat den Alltag von Lehrern, Schülern und Eltern verändert. Die Schüler vermissen das Klassenzimmer. „Die Lehrer können besser erklären und mit den Schulkameraden zusammen macht das Lernen mehr Spaß“, sagt ein Mädchen aus der dritten Klasse. Das sieht auch ein Viertklässler so. Er hat zusätzlich die Sorge, dass ihm viel Stoff für die fünfte Klasse am Gymnasium fehlen wird.

Schulmaterial wird für zu Hause zur Verfügung gestellt

Die Eltern sind sehr zufrieden damit, wie die Lehrkräfte mit der Situation umgegangen sind. „Die Lehrer waren sehr engagiert, für jedes Kind ausführliches Schulmaterial für zu Hause zur Verfügung zu stellen. Bei Fragen waren sie auch stets für die Eltern da“, sagt die Mutter einer Zweitklässlerin. Das Homeoffice der Eltern und die Betreuung der schulpflichtigen Kinder lassen sich im Fall der Dürrlauinger Grundschule überwiegend gut vereinbaren.

In einigen Familien aber ist Organisationstalent gefragt. Eine Mutter mit einer Tochter in der fünften Klasse, einem Sohn in der dritten Klasse und einem Sohn im Kindergarten sagt: „Schule zu Hause und arbeiten im systemkritischen Bereich ist sehr schwierig, Betreuung im Kindergartenalter ist gegeben, das macht es einfacher. Arbeiten am PC, die von den Schülern noch nicht alleine erledigt werden können, müssen nach der beruflichen Tätigkeit durchgeführt werden. Jeder muss seine Aufgaben erledigen und möchte, dass ihm geholfen wird, das Kindergartenkind ist auch noch da und möchte beschäftigt werden.“

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