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Günzburg
25.11.2021

Pflanzung war erst am Freitag: Jetzt sind die Obstbäume in Günzburg schon zerstört

Baumvandalismus im Hallstadtweg. Die Stadt Günzburg hat für Hinweise zu den Verantwortlichen eine Belohnung ausgesetzt.
Foto: Christine Hengeler, Stadt Günzburg

Neu gepflanzte Obstbäume in Günzburg sind massiv beschädigt worden. Der Schaden beträgt rund 3000 Euro. Die Stadt setzt eine Belohnung für Hinweise aus.

Mit dem Pflanzen alter Obstsorten sollte wertvolles Kulturgut in die Zukunft geführt werden. Gleichzeitig sind Obstbäume ein Beitrag für mehr Klimaschutz vor Ort. Die Freude darüber währte bei den Sponsoren und Verantwortlichen für dieses Stadtbegrünungsprojekt in Günzburg aber nur wenige Stunden. Die fünf neuen traditionellen Obstbäume am Hallstattweg in der Nähe des Birketwaldes haben Vandalen am vergangenen Wochenende, kurz nach der Pflanzung am Freitag, verstümmelt und somit massiv beschädigt.

Zwei der besonderen Bäume hat der Obst- und Gartenbauverein der Stadt Günzburg und damit allen Bürgerinnen und Bürgern geschenkt. Es handelt sich um Apfelsorten aus einem Projekt zur Erfassung und Erhaltung alter Kernobstsorten in Schwaben, die als heimisches Kulturgut bewahrt werden sollen.

Mindestens 3000 Euro hoch ist der Schaden in Günzburg

„Ich bin entsetzt und enttäuscht, dass einer oder einige wenige so mit Bäumen und Allgemeingut umgehen“, äußert sich Gerhard Tangel als Vertreter des Obst- und Gartenbauvereins Günzburg schockiert. Alle fünf frisch gepflanzten Bäume haben die Unbekannten teilweise bis auf die untersten Kronenäste abgeschnitten, teils ist die Rinde eingerissen und beschädigt. „Es dauert Jahre, bis die Krone der Apfelbäume wieder ordentlich aufgebaut ist. Das gelingt auch nur, wenn die Bäume keinen dauerhaften Schaden durch die Verstümmelung erlitten haben“, erklärt die Umweltfachkraft der Stadt Günzburg, Christine Hengeler. Am schlimmsten wurde der als Zeichen für eine verlorene Klimawette gepflanzte Baum beschädigt. Von einer Baumkrone kann nicht mehr die Rede sein, da die Leitäste bis auf den Kronenansatz abgetrennt wurden. Der Schaden beläuft sich nach einer ersten Schätzung auf rund 3000 Euro.

Auch Oberbürgermeister Gerhard Jauernig ist betroffen von dieser Art des Vandalismus: „Der- oder Diejenigen, die dafür verantwortlich zeichnen, sollten wissen, dass die Zerstörung von liebevoll frisch gepflanzten Bäumen nicht mehr nur als übler Scherz angesehen werden kann. Das ist mutwillige Sachbeschädigung. Sie nimmt dem öffentlichen Raum und damit dem Lebensumfeld aller unserer Bürgerinnen und Bürger ein Stück Lebensqualität und unseren Nachkommen ein Stück Zukunft.“

Vandalismus in Günzburg: Stadt setzt Belohnung aus

Die Stadt Günzburg hat Strafanzeige erstattet: Wer zwischen dem 19. und 22. November am Hallstattweg etwas Verdächtiges beobachtet hat, sollte dies der Polizeiinspektion Günzburg unter Telefon 08221/919-0 oder der Stadtverwaltung unter 08221/903188 mitteilen. Für Hinweise, die zur Feststellung des oder der Verantwortlichen führen, hat die Stadt Günzburg eine Belohnung von 300 € ausgesetzt, teilt sie mit. (AZ)

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26.11.2021

Cui bono?
Welche Interessen sind der Hintergrund?
Abgesehen davon ist ein derart schändlicher Umgang mit der Natur einfach verachtenswert. Gleiches gilt allerdings auch für alte Bäume am Dossenberger Gymnasium, kürzlich mit fadenscheinigen Gründen und ohne Kompromißbereitschaft gefällt - - -

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