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Ausstellung

13.05.2011

Günzburg ist die Kunst einen Preis wert

Der Kunstpreis der Stadt Günzburg ist heuer erstmals vergeben worden. Das Foto zeigt die vier Preisträgerinnen und Preisträger sowie die Organisatoren und Initiatoren (von links): Dr. Ralf Strassner (Vorsitzender Kunstverein Off Art), Esther Irina Pschibul (1. Preisträgerin Bildhauerei), Jürgen Moos (2. Preisträger Malerei), Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Ruth Wild (3. Preisträgerin Malerei), Elfriede Hofmann (1. Preisträgerin Malerei) und Sparkassen-Chef Walter Pache.
Bild: Fotos: G. Kaiser

Bewerber und Preisträger des ersten Kunstpreises an drei Standorten der Stadt

Günzburg Gemälde und Skulpturen in Hülle und Fülle können Kunstfreunde noch bis 1. Juni in Günzburg bewundern. Nicht weniger als 114 Gemälde und 36 Objekte bietet die Ausstellung „Moderne Kunst in alten Mauern“, die gleich an drei Orten zu sehen ist – in der Sparkasse, im Heimatmuseum und im Forum am Hofgarten.

Die Ausstellung steht in Zusammenhang mit dem Kunstpreis der Stadt Günzburg, der heuer erstmals vergeben wurde. Der erste Günzburger Kunstpreis stieß auf großes Interesse. Nicht weniger als 171 Künstlerinnen und Künstler aus der Region und weit darüber hinaus hatten sich mit etwa 350 Werken um die Preise beworben.

Das Gedränge in der Hauptstelle der Sparkasse Günzburg-Krumbach war am Mittwochabend groß, als Hausherr Walter Pache und Dr. Ralf Strassner, der Vorsitzende des Kunstvereins Off Art, den ersten Teil der Ausstellung eröffneten. 31 Künstler sind mit 33 Bildern und fünf Objekten in der Sparkasse vertreten. Unter ihnen der 2. Preisträger in der Kategorie Malerei und Grafik, Jürgen Moos aus Immenstadt, mit seinem Gemälde „Gioia di vivere“, frei übersetzt „die Lebensfreude“.

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Premiere für das Heimatmuseum

Nach einem kleinen Rundgang durch die Ausstellung in der Sparkasse zogen die Besucher der Vernissage zur zweiten Station weiter – ins Heimatmuseum. Im Rokokosaal und im Eingangsflur stellen 37 Künstler 31 Gemälde und neun Objekte aus. Unter ihnen Elfriede Hofmann aus Dachau, die für ihr Diptychon „Feuer trifft Wasser“ mit dem ersten Preis in der Kategorie Malerei und Grafik ausgezeichnet wurde.

Museumsleiter Walter Grabert wies bei seiner Begrüßung darauf hin, dass das Heimatmuseum am kommenden Sonntag zum „Internationalen Museumstag“ seine Pforten wieder offiziell öffnet. Wie mehrfach berichtet, musste das Museum Ende Januar 2010 wegen baulicher und statischer Mängel Knall auf Fall geschlossen werden. Die Kunstausstellung kann aber bereits am heutigen Freitag besichtigt werden.

Der dritte Teil der Ausstellung ist im Forum am Hofgarten zu sehen. Blickfang am Ende der Aufgangstreppe ist die Skulptur „Krieg unter der Haut“, für die Esther Irina Pschibul aus München mit dem 1. Preis in der Kategorie Bildhauerei ausgezeichnet wurde. Im Forum vertreten ist auch Ruth Wild aus Augsburg, 3. Preisträgerin der Kategorie Malerei und Grafik, mit ihren Werken „Handwerk“ und „Welteinsammeln I“.

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig erklärte, mit der Verleihung des ersten Kunstpreises der Stadt Günzburg sei „ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen“. Die Idee, einen Kunstpreis auszuloben, sei 2007 entstanden, als – ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Off Art – ein Skulpturenpark mit 22 Objekten in Günzburg eingerichtet worden war. Fünf der Skulpturen hatte die Stadt seinerzeit für etwa 30000 Euro gekauft. Die Kunstwerke seien „eine echte Bereicherung des öffentlichen Raumes“, erklärte der Oberbürgermeister und kündigte an: „Fortsetzung folgt“. Bisweilen sei die Frage gestellt worden, ob eine Stadt Kunstwerke zum Gesamtpreis von 30000 Euro kaufen dürfe. Jauernig unter Beifall: „Sie darf nicht, sie muss.“ Hätten sich frühere Generationen, denen es materiell sehr viel schlechter gegangen sei, nicht ebenfalls für die Kunst engagiert, „wären wir eine arme und eine armselige Stadt“, hob Jauernig hervor.

Er dankte Vorstand und Mitgliedern des Kunstvereins. Sie hatten die Idee, einen Kunstpreis ins Leben zu rufen, nicht nur künstlerisch unterstützt, sondern auch bei der praktischen Umsetzung der Ausstellung tatkräftig Hand angelegt. Sein Fazit: „Es hat sich gelohnt.“

Jauernig dankte auch der Sparkasse Günzburg-Krumbach, die das Preisgeld in Höhe von insgesamt 3000 Euro gestiftet hatte. Walter Pache, der Vorstandvorsitzende der Sparkasse, betonte, er habe den Kunstpreis gerne finanziell unterstützt, da die „Kunst zur Lebensqualität“ in einer Stadt gehöre.

Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von dem jungen Duo „Danny und Simon“ mit Akkordeon und Gitarre.

Die Ausstellung „Moderne Kunst in alten Mauern“ ist noch bis 1. Juni in der Sparkasse, im Heimatmuseum und im Forum am Hofgarten zu sehen. Die Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8.30 bis 16.30 Uhr, mittwochs von 8.30 bis 12.30 Uhr.

Bei uns im Internet

Bilder von der Verleihung des ersten Günzburger Kunstpreises unter

guenzburger-zeitung.de/lokales

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