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Handball-Bayernliga Frauen

13.09.2019

Günzburg und der süße Flirt mit der Außenseiter-Rolle

Bereit für das Abenteuer Bayernliga: die Handballerinnen des VfL Günzburg.
Bild: VfL Günzburg

Das erste Bayernliga-Spiel seit langer Zeit führt die Günzburgerinnen in die Oberpfalz. Vom Kontrahenten wissen sie nicht viel. Warum das aus Sicht der Trainer-Brüder Kees ein Vorteil sein kann.

Endlich geht’s los: Das Aufsteiger starten die Handballerinnen des VfL Günzburg ins Abenteuer Bayernliga. Die Premiere führt sie zur SG FC Mintraching/TSV Neutraubling. Spielbeginn ist an diesem Samstag, 14. September, um 19 Uhr.

Die Spielgemeinschaft hat ihren Sitz in der Oberpfalz, beide Orte gehören zum Landkreis Regensburg. Der Gegner passt gut zum Auftakt einer aus Günzburger Sicht weitestgehend unbekannten Liga, denn er ist gleich die allergrößte Unbekannte. Noch nie in der jüngeren Handballgeschichte kreuzten beide Seiten die Klingen. Selbst die akribisch arbeitenden Günzburger Trainer-Brüder Jürgen und Peter Kees konnten nur wenige Informationen zusammentragen. Für den Anfang finden sie das gar nicht so schleicht. Man könne sich dann am eigenen System orientieren und dem Gegner Aufgaben stellen, argumentieren die VfL-Übungsleiter.

Ein Hexenkessel wartet

Einiges weiß man immerhin. Die Gastgeber spielen seit drei Jahren im bayerischen Oberhaus. In der vergangenen Saison wurden sie Zehnter unter 13 Mannschaften, waren aber extrem heimstark. Nur vier Begegnungen wurden vor heimischer Kulisse verloren, während man sich auswärts schwer tat. Auf den Bayernliga-Neuling wartet also wohl ein Hexenkessel.

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Erfolgreichste Torschützinnen waren in der vergangenen Saison Ramona Völkl-Simbeck mit 118 Treffern und Melanie Wohlmann mit 106. In der ersten Runde des Molten-Cups lief die Tormaschine bereits auf Hochtouren. Der MTV Ingolstadt wurde 45:11 weggefegt, der TSV Dachau 41:19. Angst muss einem das erst einmal nicht machen, denn niemand weiß, welche Besetzungen im ungeliebten Pokal-Wettbewerb von ihren Vereinen auf die Reise geschickt wurden.

Harzen erlaubt

Erfreut waren die VfL-Spielerinnen, als diese Woche aus der Oberpfalz die Kunde kam: „Harzen seit dieser Woche erlaubt“. Guter Griff kann auswärts nie schaden.

Beim VfL Günzburg hat der Frauenhandball in der Innen- wie auch in der Außensicht aufgeholt. Vieles ist auch hier auf die eigene Jugendarbeit zurückzuführen. Länger als bei den Männern musste freilich um den Aufstieg gekämpft werden. Es hat ein paar Jahre gedauert. Robert Mayer und Stephan Volmering hatten gute Vorarbeit geleistet und diesmal klappte es nach einer unglaublich tollen Relegationsleistung. Die jungen Günzburger Frauen sind zu weinroten Sympathieträgerinnen geworden.

Viel wurde in der Vorbereitung trainiert und getestet. Das genaue Anforderungsprofil der neuen Liga wird man im Detail noch feststellen müssen, doch die Mannschaft um Martina Jahn ist gerüstet. Klar ist man Außenseiter im ersten Bayernliga-Spiel seit vielen Jahren, das bietet aber auch Chancen.

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