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Günzburg

17.06.2020

Günzburger Bahnhof ist stundenlang gesperrt

Der Günzburger Bahnhof war gestern stundenlang gesperrt, der Zugverkehr zwischen Augsburg und Ulm unterbrochen. Rechts sind die durch die Explosion angerichteten Schäden auf dem Dach der Asylbewerberunterkunft zu erkennen.
Bild: Mario Obeser

Die Explosion am Bahnhof wirkt sich für Fernreisende aus. Regionalzüge müssen in Offingen, Ichenhausen und Burgau halten.

Die Explosion in unmittelbarer Nähe hatte weitreichende Folgen für den Schienenverkehr. Der Bahnhof Günzburg war für mehrere Stunden komplett gesperrt. Die Einschränkungen betrafen den Personen- und Güterverkehr, den Regional- und Fernverkehr. Wie viele Menschen wegen dieses Unglücks nicht rechtzeitig ihr Ziel erreicht haben, vermochte der Bahnsprecher auf Anfrage unserer Zeitung nicht abzuschätzen – zumal Passagierzahlen in Corona-Zeiten mit denen vor der Viruspandemie auch nicht ansatzweise vergleichbar sind.

Die Bahn sprach von einer „hohen Betroffenheit mit Auswirkungen auf den Fernverkehr“. ICEs, die von München und Augsburg aus kommend in Richtung Norden unterwegs waren, wurden über Donauwörth und Aalen umgeleitet. In Stuttgart trafen sie etwa 45 Minuten später als geplant ein, wie der Bahnsprecher erklärte.

Mit dem Bus wurden Fahrgäste nach Günzburg gebracht

In Aalen selbst wurde ein Verkehrshalt des ICE eingerichtet – mit Umsteigemöglichkeit nach Ulm. Die nicht so weite Strecken fahrenden ICs zwischen Karlsruhe und München entfielen.

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Im Nahverkehr war je nach dem Ort der Abreise in Offingen, Ichenhausen und Burgau Schluss. Über Busnotverbindungen wurden die Fahrgäste nach Günzburg gebracht. Dort sei es schwierig gewesen, eine geeignete Haltestelle anzusteuern, da dieser Bereich ja abgesperrt war. Der Notdienst der DB Regio habe das organisiert – gegenüber des Bahnhofs bei der Firma Küchle.

Ein sogenannter Turmtriebwagen war auf den Schienen im Einsatz, um die Signalanlagen und Oberleitungen zu untersuchen und gegebenenfalls zu erneuern. Trümmer waren durch die Explosion an die Oberleitung geraten. Am Nachmittag wurde trotz des anhaltenden Feuerwehreinsatzes die Sperrung einzelner Gleise wieder aufgehoben. Davon profitierten Reisende aus und in Richtung Krumbach beziehungsweise Mindelheim.

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