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Fußball-Bezirksliga

15.08.2019

Günzburger Reifeprozess mit großen Rückschlägen

In jeder Beziehung im Regen stand am Feiertag der Günzburger Spielertrainer Christoph Bronnhuber.
Bild: Ernst Mayer

Es wird höchste Zeit, dass der FC Günzburg endlich in der Bezirksliga ankommt. Im Duell mit dem Mitaufsteiger TSV Wertingen gelingt das noch nicht.

Der FC Günzburg muss weiter auf den ersten Sieg in der Fußball-Bezirksliga warten – und wenn er sich so präsentiert wie an Mariä Himmelfahrt in der ersten Halbzeit gegen den TSV Wertingen, könnte das auch noch eine Zeit lang dauern. 2:3 (0:2) unterlag die Elf um Spielertrainer Christoph Bronnhuber vor 200 Zuschauern gegen einen Mitaufsteiger, der zuvor noch gar keinen Zähler errungen hatte.

Drei Wertinger genügen, um Günzburg zu zerlegen

So traten die Wertinger allerdings ganz und gar nicht auf. Hinten standen sie (gegen freilich ziemlich einfallslose Günzburger) solide, bei Ballgewinnen vertrauten sie auf ihr schnelles Umschaltspiel und vorne nutzten sie ihre Gelegenheiten konsequent. Letztlich genügten drei Wertinger, um Günzburg zu zerlegen. In der 17. Minute spielte Christoph Prestel den Ball aus dem Mittelkreis auf seinen Rechtsaußen Christoph Müller, der passte direkt zum mitgeeilten Lukas Schwarzfischer und der Angreifer ließ Fabian Kuchenbaur im Tor keine Abwehrchance. In der 45. Minute verpennten die Günzburger einen Gäste-Einwurf, wieder kam der Ball von Müller zu Schwarzfischer und wieder zog Kuchenbaur den Kürzeren. In der 75. Minute schließlich fühlte sich kein Günzburger für Prestel zuständig, der legte sich den Ball zurecht, zog aus 25 Metern ab und wie an der Schnur gezogen rauschte die Kugel zum 1:3 ins Netz.

Coach Christoph Bronnhuber: "Im Zweikampfverhalten zu grün"

Zwischenzeitlich hatte Bronnhuber für den zu diesem Zeitpunkt überraschenden Anschluss und damit für einige Minuten Hoffnung auf Günzburger Seite gesorgt. Ein Fernschuss von Andreas Nerdinger titschte auf regennassem Rasen auf, Wertingens Schlussmann Sandro Scherl faustete das Ding direkt vor die Füße des FC-Coaches und der netzte kühl ein (51.). Nur in dieser Phase – das 2:3 durch Daniel Nolde kam zu spät – hätte sich das Blatt sogar wenden können. Aber die Einheimischen schafften es nicht, Wertingen einzuschnüren. Und in der Rückwärtsbewegung blieben sie anfällig. Dennoch lobte Bronnhuber die guten Minuten. Stärker betonte er aber seine Kritik: „Es kann nicht sein, dass wir immer eine Halbzeit verschlafen. Im Zweikampfverhalten sind wir teilweise zu grün. Das ist vielleicht der größte Unterschied zwischen den beiden Ligen. Meine Jungs müssen endlich kapieren, um was es hier geht.“

Hoffnung auf Julian Bergmair

Weitere Neuzugänge noch während der Sommer-Transferperiode schloss Sportleiter Steffen Hasenfus an Mariä Himmelfahrt aus. Seine Hoffnung ist vielmehr, dass der verletzte Julian Bergmair (Haarriss am Mittelfuß) demnächst wieder fit ist. „Da fehlt ein kreativer Kopf“, bemerkte er angesichts der Bemühungen seiner Mannschaft, gegen Wertingen zum Erfolg zu kommen. Genau diese Rolle ist Bergmair zugedacht. Bronnhuber dagegen „kann und will nicht jammern über Leute, die uns fehlen“. Das wäre aus seiner Sicht ein leicht durchschaubares Alibi angesichts der Versäumnisse seiner Mannschaft vor allem während der ersten Halbzeit.

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