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Sitzung

10.03.2018

Gundremmingen soll eine E-Tankstelle bekommen

In Gundremmingen soll zusammen mit der LEW eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge installiert werden.

Die Gemeinde möchte in Sachen Elektromobilität vorne dabei sein. Der Standort soll auf jeden Fall zentral sein

Im „Dorflädle“ einkaufen, nebenbei einen Kaffee trinken und währenddessen an der Elektrotankstelle am Parkplatz beim Kulturzentrum die Batterien des E-Autos laden: In Gundremmingen wird das vielleicht schon bald Wirklichkeit sein. Der Anstoß, dieses Thema bei der Sitzung des Gemeinderats zur Diskussion zu stellen, waren Anträge der Jungen Union und einer Privatperson für das Errichten einer Ladestation.

Bürgermeister Tobias Bühler (CSU) sprach sich dafür aus, dass auch in der Gemeinde Gundremmingen etwas in dieser Richtung unternommen werden sollte. Bereits jetzt kämen Mitarbeiter von Ingenieurbüros mit Elektrofahrzeugen ins Rathaus. Ein Angebot der Lechwerke Augsburg (LEW), für das es auch eine Fördermöglichkeit gibt, liegt der Gemeinde bereits vor. In einem sechs Jahre laufenden Vertrag würde die LEW für einen monatlichen Aufwand von 69 Euro netto – der Zuschuss ist in diesem Betrag bereits berücksichtigt – eine Ladesäule errichten, die das Aufladen eines E-Fahrzeugs innerhalb einer Stunde ermöglichen soll. Die Dritte Bürgermeisterin Heike Eggenmüller-Hörsch (FWG/UWG) stand dem eher kritisch gegenüber: Ihrer Meinung nach sei der Zeitpunkt zu früh, um in das Vorhaben einzusteigen. Auch den Standort hielt sie für nicht ganz geeignet. „Man sollte in die Zukunft schauen“, meinte dagegen der Zweite Bürgermeister Anton Frei (GfG) und auch Alfred Herrmann (CSU) sah diese in der E-Technik. Allerdings war auch er der Meinung, dass die Standortfrage geklärt werden sollte.

Gerade aufgrund der derzeitigen Diskussionen über Dieselfahrzeuge dürfe Gundremmingen sich dem nicht verschließen, meinte Bertram Fischer (CSU). Willi Schiele (GfG), der sich ebenfalls nicht abgeneigt zeigte, erinnerte jedoch an Parallelen bei der Übernahme der Kosten durch die Gemeinde für das Aufstellen eines Geldautomaten der Sparkasse: „Die LEW stellt das hin, der Kunde zahlt den Strom und wir zahlen, damit die LEW ein gutes Geschäft macht“, sagte Schiele. Markus Wecker (GfG) äußerte zunächst ebenfalls Bedenken, jetzt mit einzusteigen: Möglicherweise werde die Bundesregierung die Förderung noch aufstocken. Letztlich stimmten bis auf die Dritte Bürgermeisterin alle Gemeinderatsmitglieder der Errichtung einer E-Ladesäule, verbunden mit einem Kooperationsvertrag mit der LEW, zu. Einig war man sich auch darüber, dass der Standort sich zentral in der Gemeinde befinden müsse. Möglicherweise könnte es zu einem späteren Zeitpunkt einen solchen auch beim Auwald-Sportzentrum geben.

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Das war nicht das einzige Thema der Sitzung. Die Gemeinde ist im Besitz eines etwa vier Hektar großen Grundstücks auf der Flur des Finninger Ortsteils Mörslingen. Das Amt für Ländliche Entwicklung hatte angefragt, ob man an einer Flurneuordnung teilnehmen würde. Der Grund sei eine naturschutzfachliche Entwicklung der Bäche auf der Gemarkung Oberfinningen und Bergheim, wofür Tauschland benötigt werde. Durch einen Flächentausch in entsprechender Größenordnung könnte sich für Gundremmingen die Möglichkeit einer Entwicklung zusätzlicher Ausgleichsflächen ergeben. Diese benötigt die Gemeinde auch – allein in Anbetracht des neuen Gewerbe- und des Baugebiets, und nicht zuletzt dafür, sollte es tatsächlich zum Bau eines Reservekraftwerks kommen.

Außerdem wurde die Vorschlagsliste für Schöffen für die Geschäftsjahre 2019 bis 2023 beschlossen: Zwei Personen hatten sich für dieses Ehrenamt beworben und wurden in die Liste aufgenommen. Und bei der Bekanntgabe von nichtöffentlichen Beschlüssen informierte Bürgermeister Bühler unter anderem darüber, dass bei der nicht öffentlichen Sitzung am 6. Februar neben der Planung für den Kreisverkehr im Gewerbegebiet Am Auwald inzwischen auch der aktuelle Planungsstand für eine Ansiedlung der Firma Scheiffele und Schmiederer vorgestellt wurde.

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