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25.07.2016

Gut beschirmt ins Allgäu

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Dekanin Gabriele Burmann hat Pfarrer Hartmut Babucke verabschiedet. Ein Schirm soll ihm versichern, dass er unter dem guten Schutz des Glaubens stehe. Und natürlich griff er beim Abschied zur Gitarre.

Pfarrer Hartmut Babucke verlässt Riedheim nach 15 Jahren

Matze geht. Die enge Verbundenheit zu ihrem Pfarrer könnten die Riedheimer nicht einprägsamer ausdrücken als durch ihr liebevolles „Matze“, wie sie ihren Pfarrer Hartmut Babucke auch in offiziellen Reden nennen. In 15 Jahren hat der fröhliche, der Musik und den Menschen zugeneigte Geistliche eine Ära geprägt, stellte Oskar Edelmann vom Riedheimer Kirchenvorstand fest. Alles habe seine Zeit und nun ist es für Babucke und seine Familie an der Zeit, weiterzuziehen. Der scheidende Pfarrer, der in Riedheim daheim war und auch in Weißingen und Leipheim Dienst tat, erklärte der Gemeinde in seiner Abschiedspredigt, dass Veränderungen gut, ja notwendig seien und der Blick nach vorne gehen müsse. Doch wolle er dennoch nicht seine Jahre in Riedheim vergessen, vor allem nicht die Menschen, die ihm in dieser Zeit ans Herz gewachsen sind, die Kinder und die Erwachsenen, die ihm mit Toleranz für seine Spleens und Spontaneität begegneten. Und auch die wolle er nicht vergessen, die er in den 15 Jahren zu Grabe getragen habe.

Der Großteil seiner Predigt aber stand unter dem Einfluss des Münchener Attentats. Er erklärte den zahllosen Besuchern im Hof des Riedheimer Gemeindehauses, der Gott der christlichen Religion nehme den Menschen mit seinen Fehlern an, er liebe ihn trotz seiner Mängel und kein Mensch müsse sich für Gott opfern. Im Gegenteil, Gott habe sich für die Menschen geopfert. Er brauche ihre Hilfe nicht, sondern der Mensch brauche die Hilfe Gottes.

Dekanin Gabriele Burmann entband nach dem Gottesdienst Hartmut Babucke von seinen Pflichten in der Riedheimer Gemeinde. Ein Schirm, den ihm die Dekanin mitgab, sollte ihm symbolisch das Beschütztsein in der Kirche und im Glauben versichern. In ihrer Laudatio erinnerte sie an die zahlreichen musikalischen Initiativen Babuckes, der Ansprechpartner für die Kinder war, aber ebenso für gestandene Männer, denn hinter dem Mann und seiner jugendlichen Leichtigkeit stehe eine Persönlichkeit, die immer perfekt vorbereitet und organisiert sei und die mit dem Eingeständnis eigener Fehler ein hohes Maß an Vertrauenswürdigkeit bei seinen Gemeindemitgliedern genoss.

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Doch auch im Dekanat war Babucke ein beliebter, in verschiedene Ämter gewählter Kollege. Auch auf Dekanatsebene habe seine mitreißende Musik als Gitarrist viele Versammlungen beglückt. Und natürlich griff er bei der Abschiedsfeier zur Sechssaitigen. Auch wenn Babucke erst am Ende des Monats Riedheim verlässt und seine neue Stelle in der Johanneskirche in Kempten antreten wird, also noch am Sonntag predigen werde, wie sein Leipheimer Kollege Gerhard Oßwald scherzhaft verriet, wurde das Gemeindefest von allen Seiten als Abschiedsfest für den Pfarrer begangen.

Bürgermeister Christian Konrad betonte vor allem das freundliche Miteinander, auch mit der katholischen Seite Leipheims, und die engagierte Arbeit, die Babucke in 15 Jahren geleistet habe und neben den seelsorgerischen und baulichen Tätigkeiten auch Zeichen setzte mit Ereignissen wie dem Adventssingen und den Motorradgottesdiensten.

Rektor Adalbert Sedlmeier, unter dem Babucke den Religionsunterricht der dritten und vierten Klassen erteilte, betonte, wie gut der Pfarrer die Kinder verstand und ihnen die Grundwerte unserer Gesellschaft vermitteln konnte, fast immer mithilfe der Gitarre.

Für den Langenauer Kollegen Martin Hauff steht Babucke für den bayerisch-württembergischen Brückenschlag. Denn Babucke hat eng mit der evangelischen Gemeinde jenseits der Landesgrenze kooperiert und Vertretungen übernommen.

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