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25.09.2008

Gut und gesund ankommen...

Ulm/Neu-Ulm "Fußball spielen ist einfacher", keuchte Oliver Unsöld, einst Bundesliga-Kicker des SSV Ulm 1846, als er nach zwei Stunden und gut 21 Kilometern vor einem 70-Jährigen ins Ziel kam. Er hatte sich beim Einstein-Marathon wie zig andere Läufer für die halbe Strecke entschieden und am Ende kein Problem damit, dass der für den LCC Wien startende Kenianer Wilson Kipkoskei Chemweno (1:08,16 Stunden) mit neuem Streckenrekord über 50 Minuten schneller war. Unsöld befand sich mitten im Feld, das nach der Ziellinie notgedrungen einen Stau verursachte, sodass die Nachfolger kaum ins Ziel rennen konnten.

Damit hatte der Ulmer Lokalmatador Thorsten Kriependorf (SSV 46) kein Problem gehabt. Als Zweiter in 1:10,35 hatte er nur Chemweno vor sich. "Es war richtig, dass ich diesmal den Halbmarathon gelaufen bin, es war klasse" sagte Kriependorf.

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Beim Zieleinlauf hatte dann auch Marathonsieger Richard Schumacher vom AST Süßen zu kämpfen. Dort war es wegen der nicht recht vorwärtskommenden, ihm vorausfahrenden Begleitfahrzeuge und nicht etwa wegen dem dort wartenden Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner so eng, dass er sich an ihnen vorbeiquetschen musste. Daran lag es aber nicht, dass er in 2:33,06 Stunden den Streckenrekord aus dem Vorjahr (2:24,52) deutlich verpasste. Der gelang dafür der schnellsten Marathonfrau. Dorothea Frey vom Team Leosport brauchte für die 42,195 Kilometer durch Ulm und Neu-Ulm 2:52,11 Stunden und verbesserte den Streckenrekord um sieben Sekunden.

Nur die Zuschauer frösteln

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Neun Uhr, sieben Grad. Als an der Donauhalle der Startschuss zu Marathon und Halbmarathon (Letzterer mit Nordic Walkern) fiel, war es empfindlich frisch. Den meisten Läufern war es recht, wirklich gefröstelt haben nur die Zuschauer.

Am Start waren Läufer von 13 bis 75, große und kleine, dicke und dünne, Männer und Frauen in allen erdenklichen Trikots und Farben. Inländer und Ausländer, Weiße und Farbige, alle hatten nur ein Ziel: Die gewählte Strecke gut und gesund hinter sich bringen. Was auch allen gelang. Es gab kaum Ausfälle. Einige hatten sich persönliche (Zeit-)Ziele gesteckt, andere kokettierten mit dem olympischen Gedanken: Dabei sein ist alles. Dabei wurden die Teilnehmer super angefeuert. "Hau rein, Paps'n" stand auf dem Plakat, das ein Mädchen hochhielt. "Lauf, Bärchen, lauf!", hieß es auf einem anderen. Süß. Nach acht Minuten hatte der Letzte den Startbereich verlassen. Nun lagen viele Kilometer vor den Läufern, aber einsam wurden sie nie.

Für viele war es spannend bis ins Ziel, aber erst dort setzte das große Knistern ein. Folien schützten die Verschwitzten vor Wind und Kälte. Dazu die Sonne, die sich nun auch noch zeigte. Rein ins Ziel, Medaille um den Hals, Folie um, Getränk in die Hand - alles ein bisschen Massenabfertigung. Aber schön war's, wunderschön und 8100 stolze Recken waren aktiv dabei.

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