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Ichenhausen

23.01.2020

Gute Zahlen für das Ichenhauser Schulmuseum

Die aktuelle Mathematikausstellung im Schulmuseum Ichenhausen zieht viele Besucher an.
Bild: Bernhard Weizenegger

Immer mehr Besucher zieht es in die Ichenhauser Einrichtung. Worin das Geheimnis des Erfolgs liegt und welche Ausstellungen besonders gut ankommen.

„Tolles Museum für die ganze Familie“, so lautet eine Online-Bewertung über das Bayerische Schulmuseum Ichenhausen. Es ist wohl die Vielfalt, die die steigende Attraktivität des Museums ausmacht, das ein Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums München ist. Die Besucherzahlen gehen seit einigen Jahren stetig nach oben und lagen im vergangenen Jahr bei 14500 Besuchern. „Der Löwenanteil unserer Besucher sind Schulklassen, die zum Teil einstündige Anfahrtswege in Kauf nehmen“, berichtet Museumsleiterin Johanna Haug.

Die aktuelle Mathe-Ausstellung spricht laut Haug Klassen jeglicher Schularten an, „von der ersten Klasse über die Kinderpflegeschülerin bis zum Abiturienten“. Ihrer Meinung nach liegt das Geheimnis des Erfolgs zum einen in einer großen Vielfalt an Ausstellungen, zum anderen in zielgruppenorientierten, qualitativ hochwertigen Vermittlungsangeboten.

„Es reicht nicht aus, eine tolle Ausstellung einfach nur aufzubauen. Es braucht immer wieder neue Vermittlungsformate, wie beispielsweise die lange Nacht des Lesens, geistliche Führungen durch Kunstausstellungen, Workshops im Atelier, Künstlergespräche oder Taschenlampenführungen.“

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Bürgermeister Robert Strobel ist stolz auf ein "Alleinstellungsmerkmal"

Johanna Haug ist stolz auf das Team des Museums, das hoch motiviert immer wieder neue Vermittlungsformate konzipiert und durchführt, aber auch unzählige Anfragen von Besuchern beantwortet und koordiniert. Möglich sei die Museumsarbeit nur durch die finanzielle Unterstützung der Stadt Ichenhausen, des Landkreises Günzburg und des Bezirks Schwaben. Ichenhausens Bürgermeister Robert Strobel resümiert: „Mit unserem Museum haben wir als Kleinstadt ein Alleinstellungsmerkmal, auf das wir sehr stolz sind. Dank der Unterstützung unserer Partner können wir exzellente Bildungsarbeit leisten – für Ichenhausen, den Landkreis Günzburg, Schwaben und darüber hinaus.“

Vor allem die 2018 neu eröffnete Dauerausstellung im Unteren Schloss versetzt viele Besucher ins Staunen, sie lädt mit zahlreichen interaktiven Stationen ein, selbst in die wechselvolle Geschichte des Lehrens und Lernens einzutauchen. Die Ausstellung „Ichenhausener Geschichten“ des Stadtarchivs ist besonders für die Ichenhauser ein großer Gewinn, dokumentiert sie doch anschaulich, wie sehr Hausansichten die jeweilige Zeitgeschichte widerspiegeln.

Die Jüdische Schule in Bayern wird in einer Ausstellung vorgestellt

Im Untergeschoss steht eine Badewanne voller Geld bereit und lädt zum Vollbad ein: Die Ausstellung „Wie viel ist genug? Reden wir übers Geld“ ist eine Leihgabe des Vorarlbergmuseums Bregenz, eine weitere Abteilung des Museums beherbergt „Die Jüdische Schule in Bayern“. Zwei bis drei hochkarätige Kunstausstellungen pro Jahr, organisiert vom Förderverein Kultur und Naherholung Ichenhausen, jeweils inklusive eines umfangreichen Begleitprogramms, sind längst mehr als ein Geheimtipp für Insider.

Neue Termine im Schulmuseum sind: Familienführungen durch die Mathe-Ausstellung am 9. Februar und am 5. April (jeweils 14.30 Uhr), eine Erwachsenenführung durch die Mathe-Ausstellung am 8. März (14.30 Uhr) und die Vernissage der nächsten Kunstausstellung „ganz leise“ mit spirituellen Arbeiten von Sr. Pietra Löbl am 27. Februar (19 Uhr). Informationen zum Museum und zu den einzelnen Veranstaltungen unter 08223/6189 oder www.schulmuseum-ichenhausen.de. (zg)

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