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Haldenwang
12.03.2020

Bürgermeisterwahl: Wo sind hier bitte die Wahlplakate?

Wer wird Chef im Haldenwanger Rathaus? Von den vier Bürgermeisterkandidaten sind (fast) keine Plakate zu sehen. Sie haben sich untereinander abgesprochen, dass sie auf das Plakatieren weitgehend verzichten.
Foto: Peter Wieser

In Haldenwang gibt es vier Bewerber für das Amt des Rathauschefs – aber keine Plakate für diese Wahl. Warum das so ist und was die Kandidaten dazu sagen.

Der Countdown für die Kommunalwahl am Sonntag läuft und an Fassaden, Geländern und vor allem an Laternenmasten wurde wieder fleißig plakatiert. Mehrere Kandidaten übereinander, die sich einen solchen teilen, sind da keine Seltenheit. In der Gemeinde Haldenwang ist das etwas anders. Plakate von Bewerbern für einen Sitz im Kreistag oder für den Landratsposten gibt es dort zwar auch einige, aber nicht von denen, die sich für das Amt des Bürgermeisters zur Wahl stellen. Also Fehlanzeige – obwohl es dort mit Doris Egger (Haldenwanger Block), Peter Stempfle (Wählerblock Hafenhofen), Jürgen Söll (Bündnis 90/Die Grünen) und Michael Straub (Freier Wählerblock Konzenberg) eine Kandidatin und noch drei weitere Kandidaten gibt.

Ob in Haldenwang, Eichenhofen, Hafenhofen oder Konzenberg: Im Gegensatz zu anderen Orten sieht es hier eher aufgeräumt aus. Lediglich ein Banner, eines in jedem der vier Ortsteile, weist auf einen der Bürgermeisterkandidaten hin und jeweils ein einziges Plakat darauf, dass einer der vier Bewerber gleichzeitig auch für den Kreistag kandidiert.

In Haldenwang gibt es Flyer statt Plakate

In der Gemeinde Haldenwang haben sich die vier Bürgermeisterkandidaten untereinander abgesprochen, den Aufwand des Plakatierens nicht zu betreiben. Man habe Flyer verteilt und er sei als Vereinsvorstand beim FC Konzenberg in der Gemeinde ohnehin bekannt, sagt Michael Straub und verweist gleichzeitig auf die vorangegangenen und immer gut besuchten Veranstaltungen. Bekannt ist auch Doris Egger. Sie sieht es so: Es sei viel intensiver, auf die Bürger direkt zuzugehen. Zudem gebe es bei Fragen jederzeit die Möglichkeit, sie zu kontaktieren. Wahlplakate lenkten Autofahrer ab – es sei nicht schön, wenn so viel plakatiert werde.

Anders sieht es in der Nachbarschaft aus, wie hier beispielsweise in Burgau. Wahlplakat reiht sich an Wahlplakat.
Foto: Peter Wieser

Peter Stempfle, auch ihn kennt man, ist der gleichen Ansicht: „Wir sind durch Burgau gefahren und haben gesehen, wie so etwas dann aussehen kann.“ Es komme ohnehin von jedem Bürgermeisterkandidaten ein Flyer in den Briefkasten. Wofür brauche man dann Plakate? „Nach der Wahl ist alles Abfall, das muss nicht sein“, meint Jürgen Söll. Man kenne sich doch ohnehin im Ort. Ihm sei es ebenfalls wichtig gewesen, auf die Leute zuzugehen, auch von Haus zu Haus und zu klingeln, damit diese wüssten, welche Ziele einem wichtig sind.

Bis jetzt war es ein fairer und sauberer Wahlkampf

In einem sind sich die vier Bürgermeisterkandidaten ebenfalls einig: Die Stimmung in der Gemeinde sei relativ entspannt und die Bürger würden sicherlich Kandidaten nicht nur aus dem eigenen, sondern auch aus einem anderen Ortsteil wählen –im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen regelrechte Machtkämpfe ausgetragen worden seien und noch ein ausgeprägtes Ortsteildenken geherrscht habe.

Bis jetzt habe es einen fairen und sauberen Wahlkampf gegeben, sieht es Noch-Bürgermeister Georg Holzinger, der nach vier Amtsperioden als Erster Bürgermeister nicht mehr zur Wahl antritt. Er wünsche sich auch weiterhin eine gute Gemeinschaft in der Gemeinde Haldenwang. „Und letztlich ist es doch der Bürger, der entscheidet“, betont Holzinger.

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