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Hallenbad: Burgaus Rat hat richtig entschieden

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Kommentar Von Christian Kirstges
24.11.2018

Dafür, dagegen, dafür: Die Burgauer Kommunalpolitiker haben ihr Votum in Sachen Gartenhallenbad Leipheim mehrfach geändert. Jetzt liegen sie richtig.

Burgau wird nun also doch Mitglied des Zweckverbands für das Gartenhallenbad in Leipheim. Es ist eine wichtige und eine gute Entscheidung, die der Stadtrat bei zwei Gegenstimmen am Dienstagabend getroffen hat. Eigentlich hatte das Gremium im März 2016 bereits dafür votiert, auch wenn man über die Details der Satzung und die Zahl der Stimmen für die Stadt in diesem Verband später separat verhandeln wollte. Doch nur drei Monate später lehnte man mit elf zu neun Stimmen ab. Nun also eine erneute Rolle rückwärts.

Die Argumentation, wenn man sie überhaupt so nennen wollte, mancher Ratsmitglieder in der Vergangenheit hinkte jedenfalls gewaltig. So meinte beispielsweise ein Kommunalpolitiker, für das Burgauer Eisstadion interessierten sich andere Kommunen ja auch nicht – was so einfach nicht stimmt. Zumal der Landkreis eine erkleckliche Summe für den Bau der Halle beigesteuert hat. Und bekanntlich sind sozusagen die einzelnen Gemeinden der Landkreis, indem sie zur Finanzierung seiner Aufgaben beitragen.

Auch Burgauer nutzen das Gartenhallenbad, sodass es zu kurz gesprungen wäre, sich hier nun aus der Verantwortung stehlen und nur auf den eigenen Vorteil schauen zu wollen. Mit dem Nein aus Burgau war der Zweckverband damals fast zum Scheitern gebracht worden, auch die Ablehnung von Gemeinden aus der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Haldenwang trug dazu bei. Nun sind also doch fast alle Kommunen mit im Boot.

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Vielleicht schwenken die anderen ja auch noch um

Denn neben Burgau hat auch Dürrlauingens Rat die eigene Entscheidung überdacht und nun dem Beitritt zugestimmt. Der Haldenwanger Gemeinderat folgt bald und muss sich auch überlegen, ob sich der Ort solidarisch zeigt. Die dortigen Kommunalpolitiker sollten sich die beiden anderen Kommunen als Vorbild nehmen. Denn in der Tat wird die Zukunft des Hallenbads umso sicherer gemacht werden können, je mehr sich daran beteiligen. Wer weiß: Vielleicht schwenken die restlichen Mitglieder der Haldenwanger Verwaltungsgemeinschaft ja auch noch um.

Die ebenfalls in Burgau geäußerte Kritik, Leipheim sei als Standort für das Gartenhallenbad einfach zu wenig zentral und die Kreisstadt sei wesentlich besser dafür geeignet, kann man schließlich nicht gelten lassen. Denn ob man von Burgau aus nun nach Günzburg oder doch nach Leipheim und somit nur eine Autobahnausfahrt weiter fährt, macht keinen wirklichen Unterschied. Und es kann ja wohl niemand ernsthaft wollen, alle wichtigen Einrichtungen in der Kreisstadt zu bündeln. Vielmehr sollten sie sinnvoll über den ganzen Landkreis Günzburg verteilt sein, um auch die kleineren Gemeinden zu unterstützen und so nachhaltig den ländlichen Raum zu stärken.

Lesen Sie hier, warum sich der Burgauer Stadtrat doch wieder umentschieden hat.

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