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Krumbach

24.11.2017

Hallenbadneubau frühestens im Herbst 2020

Das Krumbacher Hallenbad mit seiner stark verglasten Konstruktion gilt als optisch sehr reizvoll. Doch das 1979 in Betrieb genommene Bad ist in die Jahre gekommen und soll durch einen Neubau ersetzt werden.
Bild: Peter Bauer

Wie der weitere Zeitplan für das Bad aussieht und welche Entscheidungen jetzt anstehen.

Bürgermeister Hubert Fischer überschlägt Jahre und Zeiträume. Winter 2017/18, Winter 2018/19, Winter 2019/20. Also vielleicht dann im Herbst 2020 Baubeginn, da wäre ich froh, sagt er. Wann geht es los mit dem Neubau des Krumbacher Hallenbades, den der Krumbacher Stadtrat vor einigen Wochen prinzipiell beschlossen hat?

Im Gespräch mit dem Krumbacher Rathauschef wird deutlich, dass der Entscheidungsprozess in Sachen Hallenbadneubau noch Jahre in Anspruch nehmen wird. Wie lange steht dann während der Bauzeit kein Hallenbad zur Verfügung? In der Vergangenheit war immer wieder davon die Rede, dass es unklar sei, ob der Hallenbadbetrieb nur für eine Saison ausfalle oder länger. Doch zunächst muss für den Badneubau erst einmal eine konkrete Planung erstellt werden.

Welche Alternativen gibt es in Krumbach in Sachen Hallenbad? Vor Kurzem hatte die von der Stadt beauftragte Con.Pro Kommunalberatung mit Sitz in Nürnberg ein Gutachten vorgestellt. Mit 19:5 Stimmen folgte dann der Stadtrat der Empfehlung der Gutachter, das Bad familienorientiert neu zu bauen. Demnach soll es weiter einen Beckenbereich in einer Größe von 25 auf 12,5 Meter geben. Ferner soll ein sogenanntes Lehrschwimmbecken eingerichtet werden. Dies in einer Größe von 12,5 auf acht Meter. Der bisherige Nichtschwimmerbereich würde zu diesem Lehrschwimmbecken erweitert. Dort soll es dann Platz für Schwimmkurse und Wassergymnastik geben, eingebaut werden könnten auch Nacken- oder Massagedüsen. Vorgesehen ist in diesem Konzept ferner ein Planschbeckenbereich mit rund 30 Quadratmetern. Bislang sieht diese Variante keinen Sprungturm vor. Der wird jedoch von der Wasserwacht mit Blick auf ihre Arbeit und ihr Übungsprogramm gewünscht.

Allein dieses Detail deutet an, wie viel in Sachen Hallenbadplanung noch geklärt werden muss. Fischer sagt, dass das mit der Planung beauftragte Büro Krug Grossmann Architekten mit Sitzen in München und Rosenheim nun einen konkreten Entwurfsplan erstellt, der sich am Gutachten und am Kostenrahmen von rund 10,4 Millionen Euro orientiert. Der Rathauschef hebt hervor, dass das Büro im Rahmen eines „wettbewerblichen Verfahrens“ ausgewählt worden sei. Ein weiterer Architektenwettbewerb würde die Kosten verteuern. Fischer geht davon aus, dass der Hallenbadneubau dann im kommenden Frühjahr 2018, vermutlich im Zeitraum zwischen März und Mai, wieder Thema im Stadtrat sein wird. Der Bürgermeister rechnet mit einer Planungszeit von zwölf bis 15 Monaten für das Bad.

Ziel sei es, Synergien zu nutzen. So werde der Bau des Hallenbades mit dem Neubau der Sporthalle abgestimmt. Wäre es eine Alternative, das neue Hallenbad in der Nähe des Freibades zu bauen? Dies mache keinen Sinn, betont Fischer. Denn im Hallenbad sei der Schwimmunterricht von herausragender Bedeutung. Daher sei es auch sinnvoll, das Hallenbad im Schul- und Sportzentrum zu integrieren.

Nach der Erstellung der Entwurfsplanung könne bei der Regierung von Schwaben ein Förderantrag eingereicht werden. Bis dann über die Förderung entschieden sei, könne wiederum ein halbes bis ein dreiviertel Jahr vergehen. Es gebe auch Bauvorhaben, bei denen dieser Entscheidungsprozess bis zu 15 Monate dauere. Wie viel Geld gibt es? Das ist noch unklar. Zuletzt hatte es auf Ebene der Landespolitik eine lebhafte Diskussion über die Förderung von Bädern entwickelt. Dies geschah auch vor dem Hintergrund, dass es keine Selbstverständlichkeit mehr ist, dass Menschen, insbesondere junge Menschen, schwimmen können.

So werden wohl noch mindestens drei Winter bis zum Neubaubeginn vergehen. Fischer hofft, dass das Bad bis dahin noch „halten“ wird und es nicht so weit kommt, dass das Bad wegen größerer technischer Probleme geschlossen werden müsste. Werkleiter Dietmar Müller und Schwimmmeister Markus Sauer hatten wiederholt betont, dass es zunehmend schwierig sei, das Bad für den laufenden Betrieb instand zu halten. Im Entscheidungsprozess habe sich, so Fischer, aber klar herausgestellt, dass eine Generalsanierung des bestehenden Bades keinen Sinn mache. Bei einer Generalsanierung seien die Kosten weit weniger kalkulierbar als bei einem Neubau. Bürgermeister Fischer ist zuversichtlich, dass die Stadt mit dem anvisierten Neubau den richtigen Weg eingeschlagen hat.

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