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18.03.2009

Heißer Draht zur Sicherung von Arbeitsplätzen

Landkreis (AZ) - Die weltweite Absatzkrise bringt zahlreiche Betriebe auch in der hiesigen Region in die Bredouille. In einem gemeinsamen Netzwerk bieten daher in dieser schwierigen Lage die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben, die Handwerkskammer (HwK) Schwaben und die für den Kreis Günzburg zuständige Agentur für Arbeit Memmingen betroffenen Unternehmen Unterstützung per kostenloser Hotline an. Je nach Anliegen wird der Anrufer zu den Ansprechpartnern der Netzwerkpartner weitergeleitet. Reinhold Huber von der Arbeitsagentur erläutert die einzelnen Angebote:

HwK Schwaben

Unternehmensberater unterstützen Betriebe kostenlos mit verschiedenen Beratungsleistungen. Diese gehen von Krisenberatung (Vorbereitung und Begleitung bei Bankgeschäften, Betriebsanalyse), Finanzierungs-Check mit Kapitaldienstfähigkeitsberechnung, Schwachstellenanalyse, Controlling inklusive Stundensatz-Berechnung, Rechtsberatung zum Arbeits- und Vertragsrecht sowie Forderungssicherung und Mahnverfahren bis hin zur Entwicklung von Arbeitszeitmodellen.

IHK Schwaben Neben schwabenweit angebotenen Informationsveranstaltungen bietet die IHK auch eine individuelle Beratung und Begleitung von Unternehmen an, teilweise unter Einbindung von Fördermöglichkeiten. So richtet sich das Projekt "Runder Tisch Bayern" an Betriebe in schwieriger Situation mit bis zu 50 Mitarbeitern.

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Nach dem Motto "Qualifizieren statt Entlassen" hat die IHK zu den Themen Qualifizierung und Weiterbildung spezielle Schulungsmodelle zusammengestellt und berät die Unternehmen hierzu individuell. Ausbildungsbetriebe erhalten Informationen, wie mit Ausbildungsverhältnissen bei Kurzarbeit zu verfahren ist. Und sie werden unterstützt, wenn krisenbedingt Ausbildungen nicht oder nur eingeschränkt fortgeführt werden können.

Am 1. April führen IHK und HwK beim "Regionaldialog Memmingen" Unternehmen und Vertreter der regionalen Banken zum Austausch über das Thema Unternehmensfinanzierung zusammen. Das 10-Punkte-Aktionsprogramm der IHK zur Wirtschaftskrise wird regelmäßig aktualisiert und ist auf der Homepage (www.schwaben.ihk.de) einzusehen.

"Hauptziel unserer Bemühungen ist die Erhaltung von Arbeitsplätzen in der Region", sagt Horst Holas, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit in Memmingen. "Bei vorübergehendem Arbeitsausfall lässt sich die Zeit mit Kurzarbeit und zusätzlicher Qualifikation der Mitarbeiter wirkungsvoll überbrücken." Firmen erhalten sich dadurch ihre qualifizierten Stammkräfte und Kündigungen werden verhindert. Besonders in der Kurzarbeit ist berufliche Qualifizierung ein wertvolles Instrument, um Unternehmen und ihre Mitarbeiter fit zu machen für den Aufschwung, der nach einer Krise kommt.

Der Weg zu den Angeboten und Hilfestellungen der Netzwerkpartner wird für Betriebe durch die Hotline kurz und einfach. Mit der neu geschaffenen Vertrauenshotline erreichen Unternehmen direkt die kompetenten Ansprechpartner von Handwerkskammer, IHK und Arbeitsagentur. Absolute Vertraulichkeit ist selbstverständlich gewährleistet.

Die gebührenfreie Hotline für Betriebe in der Region ist unter 0800/5887955 zu erreichen und ab sofort geschaltet.

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