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Günzburg

28.01.2018

Herzlicher Dank an eine „Zeitschenkerin“

Gräfin Madeleine und Graf Georg von Ballestrem (Mitte) sind aus dem Landkreis weg gezogen. Die Malteser bereiteten ihrer langjährigen Ortsbeauftragten einen herzlichen Abschied.
Bild: Rebekka Jakob

Die Malteser lassen Gräfin Madeleine von Ballestrem nur ungern gehen.

Eine „Zeitschenkerin“ sei Madeleine Gräfin von Ballestrem, so beschreibt es der Diözesangeschäftsführer der Malteser, Alexander Pereira. Was kann man der scheidenden Ortsbeauftragten des Hilfsdienstes also besseres zurückgeben als Zeit? Eine Taschenuhr mit Widmung erinnert Madeleine Gräfin von Ballestrem jetzt an mehr als 20 Jahre ihrer Tätigkeit in Günzburg. Wie viel sie in dieser Zeit dort gegeben und gelassen hat, wurde bei der kleinen, aber herzlichen Feier deutlich, zu der sich Mitglieder und Freunde der Malteser am Freitag im Glashaus der Dr.-Georg-Simnacher-Stiftung, wenige Schritte von der Günzburger Zentrale der Malteser entfernt, getroffen haben.

Eva Siegmann fiel der Abschied sichtlich schwer. Sie erinnerte an die wöchentlichen Treffen, in denen sie mit Madeleine von Ballestrem die Arbeit vor Ort besprochen hatte, an den Besuchsdienst „Wir für euch“, den die Ortsbeauftragte 2007 gestartet hatte. Sie hatte mehr tun wollen als zu verwalten, sich vielmehr selbst ehrenamtlich engagieren. Mit der Ausbildung zur Sitztanzleiterin hatte Madeleine von Ballestrem die Grundlage für ein wichtiges Angebot in Günzburg gelegt. Aber auch die Ausbildung der Mitglieder, die Betreuung der Malteser Jugend, der Schulsanitätsdienste und nicht zuletzt der Aufbau des Kinder- und Jugendhospizdienstes lagen ihr am Herzen. Eva Siegmann: „Ich kann von ganzem Herzen sagen, wie glücklich ich bin und immer sein werde, dass ich einen Menschen wie dich kennenlernen durfte.“

Innerhalb der Malteser, sei es in Günzburg, im Diözesanverband oder auch im Bundesverband, in dem sie ebenfalls tätig war, sei Madeleine von Ballestrem „ein ruhender Pol“, sagte Diözesangeschäftsführer Alexander Pereira. „Du hast den Menschen deine Zeit geschenkt, um auszubilden, zu tanzen, zu besuchen.“ Landrat Hubert Hafner bedauerte ebenfalls den Weggang der Ortsbeauftragten – ihr Umzug in Richtung Landsberg, näher zur Tochter, ist bereis abgeschlossen. „Der Landkreis verliert eine überaus engagierte, geduldige und pflichtbewusste Mitarbeiterin“, so Hafner. Ferdinand Munk, Mitglied im Beirat der Malteser, nannte die Freude, die Madeleine von Ballestrem daran habe, andere Menschen glücklich zu machen, eine große Gabe. „Wenn man Sie als Vorbild hatte, kann man nur mir Herz und ganz Malteser sein.“

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Aus dem „schwankenden Schiffchen in einem kleinen Teich“, das die Günzburger Malteser bei ihrem Beginn im Jahr 1995 noch gewesen seien, sei nun ein großer Dampfer geworden, der sich auf das freie Meer wagen darf, so die Geehrte selbst. „Ich bin mir sicher, dass die Arbeit hier in Günzburg gut weitergeht. Und ich hoffe auf einen Nachfolger, der den Dampfer weiter auf Kurs hält.“ Wer das sein wird, ist noch nicht geklärt, eventuell wird es bis zum Herbst dauern, bis ein neuer Ortsbeauftragter bestimmt ist, war bei den Maltesern zu erfahren.

Als besondere Überraschung hatte Katharina Gräfin Fugger von Glött, stellvertretende Diözesanoberin der Malteser, eine Auszeichnung mitgebracht: Madeleine von Ballestrem erhielt die Malteser-Ehrennadel in Gold, Eva Siegmann wurde mit der Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet.

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