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Landkreis Günzburg

11.05.2020

Heute beginnt für vierte Klassen Unterricht mit Einschränkungen

Es wird wieder voller in den Grundschulen.

Die vierten Klassen kehren zurück. Aber ein normaler Schulalltag ist das nicht.

Die Grund- und Mittelschulen starten Stufe 2 der Rückkehr in den Schulalltag. Ab Montag kommen die Viertklässler der Grund- und Förderschulen zurück. Für einige von ihnen steht ein eventueller Übertritt an Realschule oder Gymnasium an. Für sie soll intensiver Unterricht angeboten werden mit einer gezielten Vorbereitung auch auf den Probeunterricht. Betroffen sind 26 Grundschulen im Schulamtsbezirk Günzburg mit 1120 Kindern. Dazu kommen noch die neunten und achten Klassen und die 9. Klassen des M-Zugs an den neun Mittelschulen, weitere 524 Schüler.

Das jüngste Schreiben des Kultusministeriums erhielten die Schulen zeitgleich mit dem Schulamt am Mittwoch, erklärt Schulrat Robert Kaifer. Die umfangreichen Vorgaben – neben dem Hygienekonzept sind es Bestimmungen zum Unterrichtsumfang drei Stunden täglich und Inhalte: Nur den Unterricht der Hauptfächer Deutsch, Mathematik und HSU respektive Englisch (Gruppenstärke: Maximal 14 bis 15 Kinder) müssen die einzelnen Schulen nach ihren individuellen Möglichkeiten anbieten. „Wir haben im Schulamtsbezirk Grundschulen mit sehr unterschiedlichen Größen und mit unterschiedlichen Bedingungen im Schulbusverkehr“, sagt Kaifer.

Videokonferenz an allen Schulen

Um sich abzustimmen und gegenseitig zu helfen, wurde eine Videokonferenz aller Schulen am Donnerstag abgehalten, damit für jede Situation eine befriedigende Lösung gefunden werden konnte.

Da die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt werden muss, kann es zu personellen Problemen kommen. Wenn die Gruppen parallel unterrichtet werden, findet nach der Hälfte des Unterrichts ein Lehrerwechsel statt, damit alle Kinder gleich viel Unterricht beim eigenen Klassenlehrer haben. Diese Lösung bringt einen enormen Personalbedarf mit sich.

Deshalb können die Schulen Alternativen anbieten, etwa die Schülergruppen auch im tage- oder wochenweisen Wechsel unterrichten. Wie die einzelne Schule den Unterricht vor Ort organisiert, ist den jeweiligen Bedingungen geschuldet.

Unterricht muss zeitlich gestaltet werden

Die Lehrer, versichert Schulrat Robert Kaifer, freuen sich genauso auf den Schulunterricht wie die Kinder und die Eltern. „Die mussten in den letzten Wochen extrem viel leisten. Wenn wir jetzt den Rest des Schuljahres organisieren, müssen wir ihre Bedürfnisse unbedingt mit- berücksichtigen.“ Das betrifft auch die zeitliche Gestaltung des Unterrichts. „Wenn täglich drei Stunden unterrichtet werden, kommen die Kinder sehr früh nach Hause zurück. Das bedeutet, dass die Entlastung für die Eltern gering ist.“

Zudem gibt es dabei Probleme mit dem Transport. Die Schulen haben deshalb in enger Absprache mit dem Schulaufwandsträger, den Busunternehmen und dem Elternbeirat maßgeschneiderte Lösungen erarbeitet.

So gibt es eine Schule, die dreimal vier Stunden Unterricht an der Schule abhält und an einem Tag Homeschooling macht. An einer anderen gibt es sechs Stunden am Schultag. Der Ablauf des Schultages ist streng reglementiert. Ein Lehrer holt die Kinder vom Bus ab. Sie tragen Mund- und Nasenschutz, den sie erst in der Klasse ablegen dürfen.

Gruppen dürfen nicht vermischt werden

Auch ihre Jacken müssen sie im Klassenzimmer ausziehen und als weitere Barriere zwischen die Bänke legen.

Eine Vermischung der Gruppen darf es nicht geben. In der Pause wird das Pausenbrot am Platz verzehrt, erst dann heißt es Masken auf und ab in den Schulhof. Die meisten Schulen haben auf den Pausenverkauf verzichtet, da dieser einen gewaltigen zusätzlichen organisatorischen Aufwand bedeuten würde.

„Doch nicht nur der Snack in der Pause fehlt“, erklärt Robert Kaifer, „auch der moderne Unterricht mit Gruppenarbeit und viel miteinander muss vorerst unterbleiben. Stattdessen gibt es traditionellen Frontalunterricht. Das ist auch für die Lehrer ungewohnt. Dennoch sieht sich der Schulbezirk für diesen Montag gut gerüstet.

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