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Soziales

22.11.2019

Hilfe bei der Erziehung

Warum Beratungsstelle nun mehr leistet

Der Begriff ist etwas sperrig: „Aufsuchende Erziehungsberatung“. Was sich dahinter verbirgt, erläuterte Artur Geis, Leiter der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung Günzburg, im Jugendhilfeausschuss des Landkreises.

Dank einer neuen Halbtagsstelle können die Mitarbeiter der Beratungsstelle seit diesem Monat vermehrt vor Ort und damit präventiv arbeiten – beispielsweise in Kindergärten, Schulen oder in den Familienstützpunkten.

Geplant ist ferner, Sprechstunden am Bezirkskrankenhaus anzubieten, „um psychisch kranke Eltern aufzufangen“, erklärte Geis.

Damit sei es insgesamt möglich, Menschen anzusprechen, die sich zunächst scheuen, eine Beratungsstelle aufzusuchen.

Daneben sollen auch Multiplikatoren geschult werden, etwa Erzieherinnen an den Kindergärten oder Lehrer an den Schulen. Dabei könne es zum Beispiel um sexuelle Gewalt gegen Kinder oder die Probleme von Kindern psychisch kranker Eltern gehen. Zwischen drei und vier Millionen psychisch kranke Eltern gebe es bundesweit, sagte Geis weiter.

Statisch gesehen gebe es damit auch im Landkreis in jedem Kindergarten und in jeder Schule ein derart betroffenes Kind. Der Leiter der Beratungsstelle: „Das ist längst kein Randthema mehr.“

Die Beratungsstelle am Hofgartenweg 8 in Günzburg bietet aber auch Rat und Hilfe in weniger schwerwiegenden Fällen. Sie steht offen für alle, die – unabhängig vom Alter – innerfamiliäre Sorgen haben, etwa nach Trennung und Scheidung, bei Problemen in Schule oder Ausbildung.

Artur Geis: „Die Themen sind vielfältig. Sie reichen von Schlafstörungen bis hin zum Umgang mit den Neuen Medien.“ (kai)

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