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Bubesheim

22.01.2019

Hochzeitsmesse in Bubesheim: Am Anfang steht der Antrag

Das Brautpaar steht bei der Hochzeit und natürlich auch bei der Hochzeitsmesse Bubesheim ganz klar im Mittelpunkt. Diese Models zeigten dazu die passende festliche Bekleidung.
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Das Brautpaar steht bei der Hochzeit und natürlich auch bei der Hochzeitsmesse Bubesheim ganz klar im Mittelpunkt. Diese Models zeigten dazu die passende festliche Bekleidung.
Bild: Sandra Kraus

Kleid, Ringe, Location und das passende Fahrzeug: In Bubesheim informieren sich künftige Bräute und Bräutigame, was sie für den schönsten Tag im Leben brauchen.

Zum fünften Mal lockte die Hochzeitsmesse Bubesheim die Hochzeitspaare der Jahre 2019 und 2020 an. Am Anfang des großen Tags steht ganz klar der Heiratsantrag. Tamara aus Nersingen, die sich zusammen mit zwei Freundinnen aus Nersingen auf den Weg gemacht hat, erklärt ganz offen: „Ich warte noch auf den Antrag. Aber wir schauen nach den Möglichkeiten; welche Frau will nicht Braut sein.“

Auf den Antrag folgt die Wahl der Location. Sie reglementiert bei den Meisten den Hochzeitstermin. Das bestätigt Karin Demharter, die für den Landgasthof Demharter in Wörleschwang, 30 Minuten von Günzburg in Richtung Augsburg entfernt, Flyer verteilt. „Der Gast muss sich in den Räumen einfach wohlfühlen, das ist eine Herzenssache, schließlich ist das Paar mit seinen Gästen viele Stunden bei uns. Meinem Mann und mir ist es wichtig, dass das Brautpaar kompetente Partner für die Feier an seiner Seite hat.“ Für 2020 seien schon die ersten Verträge geschlossen, für 2019 allenfalls noch Freitage offen.

In ist, was der Braut gefällt

Stehen Lokal und damit der Hochzeitstermin fest, steht für die Braut mit der Wahl ihres Brautkleids die nächste Entscheidung an. „Das, was der Braut gefällt, ist in“, erklärt Ulrike Mandt. Sie ist Eigentümerin von Brautmoden Renger in Ulm und Inhaberin von Wedding & More in Nersingen. Ob A-Linie oder Meerjungfrau, ob Prinzessin oder kurzes Kleid: Im Kern gehe es darum, die beste Schnittführung für die Figur zu finden. Und da fast jedes Brautkleid geändert werden muss, kann ein Termin sechs bis acht Monate vor der Hochzeit nicht schaden. Ein Brautkleid in hartem Reinweiß ist selten geworden, die Bräute der vielbeklatschten Modenschau tragen Ivory oder ganz neu mit Stoff in nude unterlegte Spitze.

Etwas mehr Zeit kann sich der Bräutigam lassen. Männermode Hackenberg aus Burgau zeigt in der Modenschau, in welchem Outfit sich der Mann traut. „Von italienischen Designern inspiriert, im Leinenanzug, mit Schiebermütze oder mit Hosenträgern, es gibt viele Möglichkeiten. Gut zur Abstimmung ist es, wenn die Braut uns ein Foto ihres Brautkleids mailt. Keine Sorge, der Bräutigam bekommt es nicht zu sehen“, verspricht Michael Hackenberg. Seine Gattin verrät, dass gut die Hälfte mit der Braut kommt, die anderen haben die Trauzeugin dabei, den besten Freund oder die Mama. Gut ausgewählt werden sollten auch die Trauringe.

Bei aller Liebe: Das Budget im Auge behalten

„Ein Detail der Hochzeit, das einen Tag für Tag begleitet“, weist Gerlinde Oßwald aus Burgau hin. Zwischen hunderten von Ring-Paaren in Weißgold mit Rotgold, in Graugold mit Weißgold, aus schwarzem Karbon mit Weißgold, mit Steinchen oder geprägten Oberflächen hat das Paar bei Optik und Schmuck Oßwald die Wahl. „Der Phantasie und den Variationen sind keine Grenzen gesetzt. Mit den Ideen des Brautpaars kreieren wir den ganz persönlichen Trauring, wobei wir das Budget im Auge behalten.“

Keine Hochzeit ohne Blumen – und so bleiben viele am Stand von Angelika Sailer aus Kötz stehen. Sie ist Floristin mit International-Wedding-Diploma, das einen sechswöchigen Kurs mit Abschlussprüfung voraussetzt. Standesamt Strauß, Brautstrauß, Tischschmuck, Arrangements für Kirche und Auto werden passend zu Kleid, Location und Größe der Hochzeitsgesellschaft ausgesucht. „Bogenstrauß, Schleppenstrauß, Farben, Blumen, es gibt so viele Möglichkeiten“, schwärmt Sailer.

Für ein typgerechtes Make-up, das zum Brautkleid passt, kümmert sich Simone Neiße, die sich in Jettingen mit „Wie Cleo“ selbstständig gemacht hat. „Sei so schön wie Cleopatra, ist mein Motto. Bis jetzt war ich mobil bei den Bräuten zu Hause, ab Februar können sie auch zu mir nach Jettingen kommen.“

Auch das Einsteigen in den Rolls Royce will geübt sein

Nach Hause zum Brautpaar kommt auch Manfred Lehner. Er ist als Hochzeitschauffeur immer mit seinem Rolls Royce, Baujahr 1968, mit Lenkrad auf der rechten Seite unterwegs. „Es ist jedes Mal aufs Neue ein besonderer Moment, wenn nach der Trauung das frisch vermählte Paar bei mir im Auto sitzt und die einzige Zeit am Tag für sich ist“, erzählt Lehner, der natürlich in feschem Livree kommt, alles Kniffe kennt, wie die Braut in ihrem Kleid elegant einsteigt, ganz Kavalier einen Piccolo kredenzt und dazu im Wagenfond die Klapptischchen herunterlässt, und bei Regen auch schon mal formvollendet die Schleppe trägt.

Nicht jedes Paar steuert die Kirche an, viele melden sich bei Ruth Mayerhofer, die freie Trauungen und Segnungen weit über die Region hinaus anbietet. „Zu mir kommen Paare, die einen Glauben haben, aber mit der Institution Kirche abgeschlossen haben, Paare mit gemischtem Bekenntnis oder Paare, die sagen, dass ihre Lieder in der Kirche nicht gewollt wären.“ Eine freie Trauung kann überall stattfinden. „Wichtig ist, dass das Brautpaar sagt, das ist unser Ort. Oft steht ein Kreuz mit dabei. Beim Segen spüre ich Gottes Nähe.“ Mayerhofer hat für diese Tätigkeit den Dienst in der evangelischen Kirche quittiert, das Freie ist ihre Herzenssache geworden.

Für die bleibenden Erinnerungen sorgt Lothar Schnittger, Mitinhaber von Photo Treff Günzburg: „Wir bieten verschiedene Pakete für jedes Budget an. Das umfangreichste reicht vom Ankleiden der Braut bis weit nach Mitternacht. Das Paar bekommt ein Hochzeitsbuch und eintausend bis zweitausend von uns bearbeitete Bilder auf Stick und Onlinegalerie.“ Schnittger gehört wie viele andere der heuer 23 Aussteller zu denen, die von Anfang an dabei sind. „Wir sind tatsächlich zu einer großen Familie zusammengewachsen, die diese Hochzeitsmesse gerne macht und ihren Spaß daran hat“, bestätigt Karlheinz Vogg, Geschäftsführer von Delta-Möbel in Bubesheim und damit Hausherr der Messe. Und wer über die Hochzeit hinaus denken wollte, konnte beim 2,40 Meter breiten Familienbett verweilen.

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