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14.01.2019

Höchste päpstliche Auszeichnung

2005 kam ZDF-Redakteurin Michaela Pilters nach Krumbach, um einen Vortrag zu halten.

Michaela Pilters erhält den Gregorius-Orden

Der Bischof von Mainz, Peter Kohlgraf, war eigens in die Pfarrei St. Stephan in Mainz gekommen, um Michaela Pilters den Gregorius-Orden zu überbringen. Der Gregorius-Orden ist die höchste päpstliche Auszeichnung für Laien. Mit dem Orden wollte man die großen Verdienste der Journalistin im Bereich der kirchlichen Berichterstattung ehren.

Michaela Pilters wurde am 5. Dezember 1952 in Krumbach geboren. In der Pfarrei Maria Hilf wuchs die Tochter des Präsidenten des Flurbereinigungsamtes auf. Nach der Grundschule besuchte sie das Simpert-Kraemer-Gymnasium und machte das Abitur. Die Begegnung mit Dekan Gregor Sing und Studiendirektor Johannes Bihler spielten sicher eine Rolle, dass sie sich für ein Studium der Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München entschied. Gleichzeitig studierte sie Germanistik.

Damit waren die Weichen gestellt für die Fächerverbindung Deutsch und katholische Religionslehre an Gymnasien. Zusätzlich belegte sie Vorlesungen in Philosophie und Erziehungswissenschaft an der Philosophischen Hochschule der Jesuiten in München. Eine Werbung für eine Journalistenausbildung machte sie neugierig. Sie bewarb sich und erhielt ein Stipendium, das sie zur Freiburger Zeitung, zum Bayerischen Rundfunk (BR) und zur Katholischen Nachrichten Agentur (KNA) führte. Sie schloss ihr Studium mit dem Diplom ab und konnte sofort bei der KNA in der Redaktion anfangen. Später wechselte sie in die Kirchenredaktion des Hessischen Rundfunks. Hier wurde sie für das ZDF entdeckt. 1985 übernahm sie die Verantwortung für die katholische Redaktion. Diese Aufgabe nahm sie bis zum Juli 2018 wahr.

In dieser Zeit hat sie 900 Gottesdienstübertragungen organisiert und 300 Ausgaben der Sendereihe „37 Grad“. Sie kommentierte die Reisen von Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI., sowie alle Katholikentage seit 1978. Daneben veröffentlichte sie einige Bücher. Seit ihrer Tätigkeit bei der KNA gehört sie der Gesellschaft für katholische Publizisten an, die sie mehrfach in Führungspositionen wählte, mehrere Jahre als Vorsitzende. Geschätzt wurden ihre Fachkompetenz und ihre Professionalität. Seit 30 Jahren engagiert sie sich in ihrer Mainzer Pfarrei St. Stephan.

Es überrascht nicht, dass sie mehrfach ausgezeichnet wurde, so 1980 mit dem katholischen Journalistenpreis der Deutschen Bischofskonferenz, 1982 mit dem Kurt Magnus Preis der ARD und 2015 mit der Franz von Sales Tafel der katholischen Publizistik. Gefragt, was sie im Ruhestand vorhabe, antwortete sie: „Jetzt genieße ich es, Oma zu sein.“ Man darf davon ausgehen, dass sie auch in Zukunft ab und zu der Weg nach Krumbach führt.

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