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11.10.2007

Holzhackschnitzel erwärmen neun Gebäude

Jetzt kann der Winter kommen. Seit gestern wird im neuen Biomasse-Heizkraftwerk in Günzburg mit Holz geheizt. Genauer gesagt mit Holzhackschnitzeln. Das sind naturbelassene Hölzer in Form von Ästen oder Baumkronen. Sie kommen aus den Wäldern aus dem Landkreis Günzburg.

Gut 40 Kubikmeter dieser Holzhackschnitzel hat die Firma Planko aus Winterbach gestern Vormittag erstmals angeliefert. Davon werden ab sofort neun Gebäude der Stadt Günzburg und des Landkreises profitieren, darunter mehrere Schulen, Verwaltungsgebäude und die Jugendherberge.

"Damit keine Spannungsrisse am Kessel entstehen", müsse dieser jedoch zunächst langsam erhitzt werden, wie Jürgen Gölz von der Firma KWA erklärte. Das Unternehmen hatte das Heizkraftwerk in den vergangenen neun Monaten gebaut und betreibt es nun auch. Während der momentanen Aufheizphase wird vorerst nur gespaltenes Scheitholz verwendet. Bisher wurde allein mit Öl geheizt.

"Wirklich wichtig ist, dass jetzt die Technik funktioniert Das wird uns in den nächsten Wochen beschäftigen", sagt Gölz. Schon weil die Technologie in einem Heizkraftwerk dieser Größenordnung noch in den Kinderschuhen stecke. Gölz bedauert, dass es jetzt doch sehr eng sei im Innenraum der kleinen Anlage, was nicht zuletzt am Gewebeschlauchfilter liege. "Im Nachhinein hat er mindestens 75 zusätzliche Bauteile erfordert", erinnert er sich.

Da ist es nicht verwunderlich, dass das Kraftwerk jetzt doch anders aussieht, als ursprünglich geplant. Zumal es im Laufe der Zeit drei verschiedene Baupläne gegeben hat, wie es gestern hieß. Nicht alle Günzburger sind mit dem derzeitigen Anblick des Heizkraftwerkes in der Nähe der Rebayhalle zufrieden. "Seitens der Stadt wird man sich noch um das Äußere der Anlage bemühen", versicherte Johann Storr vom Günzburger Stadtbauamt.

Der Baukoordinator des Landratsamtes, Peter Mucha, sieht vor allem den positiven Aspekt, der durch den Filter erreicht wurde. "Er verringert die Feinstaubbelastung", meint er. Damit liege man in Günzburg weit unter den zulässigen Grenzwerten. "Das ist in dieser Größenordnung einmalig in Deutschland", sagte Mucha stolz.

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