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Leipheim

05.03.2016

Holznasslagerplatz im Donauwald sorgt für Ärger

Im Donauwald bei Riedheim haben die bayerische Staatsforsten einen riesigen Nassholzlagerplatz errichtet.
Bild: Bernhard Weizenegger

Einige Leipheimer Stadträte beschweren sich über verschmutzte Straßen und ein hohes Verkehrsaufkommen.

Der riesige Holzlagerplatz im Donauwald bei Riedheim stand gar nicht auf der Tagesordnung der jüngsten Stadtratssitzung in Leipheim – dennoch sorgte er für den größten Gesprächsstoff des Abends. Es ging um verschmutzte Straßen, die hohe Verkehrsbelastung durch die Tieflader und die generelle Sorge, dass der Lagerplatz schlecht für die Umwelt sei.

Die bayerischen Staatsforsten haben bei Riedheim einen riesigen Nassholzlagerplatz eingerichtet, um das Holz zu konservieren. Er ist so groß wie zwölf Fußballfelder. Durch die Bewässerung wird das Holz bis zu drei Jahre haltbar. Nicht alle sind davon begeistert. Alexander Rabus (CSU) brachte das Thema bei der Stadtratssitzung auf den Tisch. Er beschwerte sich: „Die Straße ist stark verschmutzt.“ In der Kurve liege eine feine Schicht, das sei eine Gefahr für die Autofahrer. „Es ist eine gefährliche Ecke“, betonte er. Bürgermeister Christian Konrad informierte, dass er sich bereits mit den bayerischen Staatsforsten in Verbindung gesetzt habe. Wer eine Verschmutzung bemerke, so der Leipheimer Bürgermeister, solle sich gleich an die Behörde wenden.

Von einem „ökologischen Wahnsinn“ sprach die Grünen-Stadträtin Brigitte Mendle. In den Auwald würden sogar Bäume aus dem Allgäu gebracht werden. Sie verwies auf den Donautalradweg der in dem Gebiet verläuft. „Das interessiert niemanden“, ärgerte sie sich. Außerdem sorge sie sich um die Grundwasserversorgung in Leipheim. „Wer weiß, was da alles rein gespült wird.“ An der Stelle, an dem heute die Bäume konserviert werden, haben die Amerikaner früher atomare Sprengköpfe gelagert.

Holznasslagerplatz im Donauwald sorgt für Ärger

Brigitte Mendle wollte von der Stadtverwaltung wissen, ob im Vorfeld Bodenuntersuchungen durchgeführt worden seien. Bürgermeister Konrad bezweifelte, dass es in diesem Gebiet Verschmutzungen gebe. Das wäre sicherlich beim letzten Hochwasser bekannt geworden – damals wurde das Wasser untersucht, Hinweise auf Verschmutzungen hat es laut Konrad nicht gegeben. Er betonte auch, dass die Stadt Leipheim nicht der Besitzer des Gebiets sei. Als der Holzlagerplatz genehmigt worden ist, waren auch die Naturschutzbehörde sowie das Wasserwirtschaftsamt und die Fischereiwirtschaft beteiligt. Konrad versicherte, er werde beim Wasserwirtschaftsamt nachhaken, ob entsprechende Untersuchungen vorliegen. Alexander Rabus und Brigitte Mendle brachten außerdem das hohe Verkehrsaufkommen ins Gespräch. „Die fahren auch nachts“, sagte Rabus über die große Zahl an Lastwagen.

Mendle betonte, dass zusammen mit dem Verkehr des Kieswerks die Belastung sehr hoch sei: „Das summiert sich.“ Der Bürgermeister verwies darauf, dass es kein Nachtfahrverbot gebe. „Es ist viel Holz da, das muss halt weg.“ mit manu

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