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Wettbewerb

10.05.2018

Hunderte Schüler biken in Burgau

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8 Bilder
Diese Sportart erfordert Geschick.
Bild: Philipp Wehrmann

260 Jugendliche aus Schwaben und Oberbayern messen ihr Können auf dem Rad. Dafür wurde ein Mountainbike-Rundkurs angelegt. Was den Teilnehmern an dem Sport gefällt.

Über Paletten beim Technikparcours, den Berg hinauf und wieder hinab oder über die hügelige Piste: Beim Regionalentscheid des Schulsportwettbewerbs für Schwaben und den Westen Oberbayerns haben die Schüler all ihre Fähigkeiten auf dem Mountainbike bewiesen. Etwa 260 junge Mountainbiker messen sich in sechs Wertungsklassen in diesem Turnier. Wer es aufs Podium schafft, der fährt im Juli zum Landesfinale in Rappershausen in Unterfranken.

Martin Poppel, Sportlehrer an der Mittelschule Burgau, hat den Wettbewerb in Zusammenarbeit mit dem Dossenberger-Gymnasium nach Burgau geholt. Dieses Jahr ist sein drittes Jahr als Lehrer an dieser Schule. Doch schon kurz nach seiner Ankunft hat er eine Mountainbike-AG für seine Schüler gegründet.

Elisabeth Schlachter, Rektorin der Mittelschule Burgau, ist begeistert von der Veranstaltung – es sei beeindruckend, was die Lehrer gemeinsam mit der Stadt hier auf die Beine gestellt hätten, findet sie. Bürgermeister Konrad Barm sieht das ähnlich: Er freut sich, mit dem Mountainbike-Turnier auf dem eigens angelegten Rundkurs eine bisher ungewöhnliche Sportart nach Burgau geholt zu haben.

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Der Bürgermeister würde die Veranstaltung gerne halten

Ob auch in den nächsten Jahren solche Wettbewerbe in der Stadt stattfinden, ist nicht sicher – schließlich wollen die jungen Mountainbiker auch Abwechslung bei der Strecke, erklärt die Schulleiterin. „Vielleicht können wir ja auch ein bisschen was umbauen“, schlägt der Bürgermeister vor. Er kann eine Wiederholung der Veranstaltung offensichtlich nicht erwarten. Die Strecke gebaut haben die Mitarbeiter des Burgauer Baubetriebshofs in den vergangenen Monaten.

Vier Schulen aus dem Landkreis Günzburg haben an dem Wettbewerb teilgenommen: die Mittelschule Burgau, das Dossenberger-Gymnasium und die Maria-Ward-Realschule gemeinsam mit dem Maria-Ward-Gymnasium. Zwei Teams dieser Schulen haben es sogar aufs Siegerpodest geschafft: Lucy Sauter, Pauline Saiko und Christoph Wiedemann vom Team der Maria-Ward-Schulen erreichten im ersten Rennen Platz zwei. Elias Haid, Tim Falkner und Eronit Elshani von der Mittelschule Burgau ergatterten im Rennen zwei den dritten Platz. Die sechs jungen Sportler aus dem Kreis fahren am 6. und 7. Juli zum bayerischen Landeswettbewerb.

Rad und Ausrüstung sind ziemlich teuer

Das Mountainbiken unterscheidet sich von vielen anderen Sportarten dadurch, dass ein passendes Rad und die Ausrüstung ziemlich teuer sind. Schulleiterin Schlachter und Sportlehrer Poppel erklären, dass man dieses Problem habe lösen können, indem man mit Sponsoren mehrere Räder für die Schulen angeschafft hat. Als die Rektorin sich mit Peter Lang, Schulleiter des Dossenberger-Gymnasiums Günzburg unterhält, betont sie, dass sie sich darüber freue, dass die Schulart an diesem Tag keine Rolle gespielt hat. „Den Schülern ging es um den Spaß am Mountainbiken.“ Ob Mittelschule, Realschule oder Gymnasium spiele dabei keine Rolle. Dem stimmt er zu.

Zig Fachbegriffe aus der Sportart schwirren umher, wenn die begeisterten Schüler über ihr Hobby sprechen. „All Mountain“, „Cross-Country“, „Freeride“ – jeder hat seine Vorlieben.

Florian Schuster findet den Wettbewerb „richtig gut“, sagt er. Er besucht die sechste Klasse der Mittelschule Burgau. In der fünften Klasse hat er bei der Mountainbike-AG der Schule angefangen. Doch eigentlich betreibt er den Sport schon in seiner Freizeit, seit er sieben Jahre alt ist. Dass es diese Möglichkeit an seiner Schule gibt, findet er toll. Erst einen Tag vor dem Wettkampf wurde die Gruppe sogar noch, für etwas Training mit ihrem Lehrer Martin Poppel, vom Unterricht befreit.

Training an selbst gebauten Hindernissen im Garten

Jakob Dippel fährt nicht nur am Dossenberger-Gymnasium, dessen zehnte Klasse er besucht, Mountainbike. Mehrmals in der Woche trainiert er an selbst gebauten Hindernissen im Garten. Etwa alle zwei Wochen geht es dann zu richtigen Trails, zum Beispiel dem SWU-Trail in Blaustein oder zum Bikepark Hochberg in Heidenheim an der Brenz. Die Strecke in Burgau fand er „ganz lässig“, sagt er. Normalerweise fährt er Freeride, also nicht auf gestoppte Zeit.

Sebastian Schulz fährt schon im dritten Schuljahr bei der Mountainbike-AG der Mittelschule Burgau mit. Vergangenes Jahr hat er ebenfalls an dem Turnier teilgenommen. Dieses Jahr kann er nicht, weil er im Jahr 2000 geboren und damit zu alt ist. Doch dafür gehört er nun zu einem Team von Streckenwarten. Sie beobachten die Fahrer von der Seite aus oder drehen selbst Runden, um zu sehen, ob alles nach Plan läuft. „Am besten gefällt mir das Adrenalin beim Springen“, sagt er.

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