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Landkreis Günzburg  

22.01.2019

IHK-Vize Brandner: „Ohne Mobilität ist alles nichts“

Josef Brandner, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Kreistag, ist zu einem der drei IHK-Vizepräsidenten gewählt worden.
Bild: Bernhard Weizenegger

Der Krumbacher Busunternehmer ist zu einem von drei Stellvertretern des IHK-Präsidenten gewählt worden. Was er in seinem neuen Amt anpacken will. Ein Interview.   

Glückwunsch, Herr Brandner. Sie sind am Dienstagnachmittag auf der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben zu einem der drei Vizepräsidenten gewählt worden. Was nützt der Region Ihr Amt?

Josef Brandner: Seit 1986 bin ich in der Kammer aktiv – zunächst bei den Wirtschaftsjunioren, dann im Verkehrsausschuss, in der Vollversammlung seit 1999. Und seit 2014 bin ich Vorsitzender des Ausschusses Verkehr und Logistik. Ich verstehe mich in dieser Position schon als Sprachrohr der Wirtschaft – natürlich auch für den Landkreis Günzburg. Die Entwicklung Günzburgs ist ja geprägt durch die Erschließung der Verkehrswege. Der dreistreifige Ausbau der A8 ist ein Riesenerfolg, den die IHK hat mit beeinflussen dürfen. Da waren wir seit Jahrzehnten mit dran. Ohne Mobilität ist alles nichts. Sie ist zentraler Faktor für gesellschaftliche Teilhabe und unternehmerisches Wirken.

Sie sind Busunternehmer aus Krumbach. Wollen Sie mit Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in der Wirtschaftskammer einen Schwerpunkt mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) setzen?

Brandner: Das Amt umfasst viele Bereiche. Ich bezeichne mich als Personenlogistiker. Damit sollen die einzelnen Felder beschrieben werden: Personen, Güter, Straße, Schiene, Luftverkehr und die Vernetzung von Verkehrsträgern. Das alles geht weit über den ÖPNV hinaus. Gleichwohl ist der ÖPNV ein Teil davon. Etwa 80 Prozent des Verkehrs wird über Individualverkehr abgewickelt, der öffentliche Verkehr erreicht bestenfalls vier Prozent Marktanteil und spielt aktuell eine eher untergeordnete Rolle.

Was erachten Sie als wichtigste Ziele Ihrer Vizepräsidentschaft?

Brandner: Wir wollen den Status, den wir haben, verbessern. Verkehrserschließungen und Infrastruktur sind wichtige Themen. Im Schienenbereich wird uns die Neu- und Ausbaustrecke Augsburg–Ulm in den nächsten Jahren noch wesentlich mehr beschäftigen als zuletzt. Umweltaspekte werden die Mobilität beeinflussen. Die Freizügigkeit der Menschen darf deswegen aber nicht eingeschränkt werden. Beschäftigen werden wir uns auch mit der Digitalisierung. Konkreter möchte ich an der Stelle so kurz nach der Wahl noch nicht werden – und bitte um Verständnis dafür. In den nächsten Monaten wird der Präsident und seine drei Stellvertreter – man kann das Gremium als IHK-Kabinett bezeichnen – mit den Regionalversammlungen ein gemeinsames Arbeitsprogramm erarbeiten. Das alles geschieht in einer hochspannenden Zeit.

Info: Die drei Buchstaben BBS stehen für Brandner Bus Schwaben – und damit für ein familiengeführtes Unternehmen mit Niederlassungen in Thannhausen, Krumbach, Günzburg, Babenhausen und Ottobeuren. Mit über 250 Fahrzeugen und mehr als 400 Mitarbeitern ist BBS eigenen Angaben zufolge der führende Mobilitätsdienstleister in der Region. Der Großvater des heutigen Geschäftsführers Josef Brandner hat 1926 das Unternehmen gegründet.

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