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Feuerwehr I

30.01.2019

Ichenhausen bekommt hauptamtlichen Gerätewart

Den Familien, die geplante Vorhaben bereitwillig hintanstellen, wenn die Feuerwehr alarmiert wird, dankte der Ichenhauser Kommandant Ralf Berchtold (vorne rechts), der eine Reihe von Aktiven bei der Dienstversammlung besonders ehrte. Das Bild zeigt ihn mit (erste Reihe von links) Kreisbrandinspektor Albert Müller, Monika Schorer, Manfred Grimm, Stephan Riethmüller, Feuerwehrreferent Hans-Joachim Hofmann und Bürgermeister Robert Strobel sowie (zweite Reihe von links) Ralf Thanhäuser, Kathrin Huß, Martin Müller, Kai Wolff und Max Hornung.
Bild: Irmgard Lorenz

Es stehen in nächster Zeit noch weitere große Aufgaben und Anschaffungen bei den Einsatzkräften an

Bei der Feuerwehr in Ichenhausen ist viel los – nicht nur, weil die Zahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr (120) weiter gestiegen ist auf 126 im Jahr 2018. „Ein sehr anspruchsvolles Jahr“, sagte Bürgermeister Robert Strobel bei der Dienstversammlung und bescheinigte den Feuerwehrleuten, dass sie ihre Aufgaben „mit Bravour gemeistert“ haben. Neben der Einsatzbereitschaft Tag und Nacht ist die Wehr aber auch in anderen Punkten gefordert.

Dringend ist der Erweiterungsbau für die Wehr, das wurde nicht nur bei der Inspektion im vergangenen Sommer deutlich, als Kreisbrandrat Robert Spiller etliche Mängel am 1986 bezogenen Gerätehaus benannte. Unter anderem sind Tore zu klein und die Zahl der Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge reicht nicht.

Mittlerweile sind die Pläne für Erweiterung und Umbau beim Landratsamt und bei der Regierung von Schwaben zur Prüfung, und Strobel hofft, dass die Behörden bald grünes Licht geben. Aus bisher vier Stellplätzen sollen acht werden, die Fahrzeughalle muss für eine Schlauchwaschanlage, eine Atemschutzwerkstatt und für Lager umgebaut werden. Es muss getrennte Umkleiden für Frauen und Männer geben, und auch im Bereich Ausbildung und Verpflegung sind Umstrukturierungen nötig. Kommandant Ralf Berchtold hofft, dass die Planungen noch heuer abgeschlossen werden.

In greifbarer Nähe ist dagegen schon die für Mai erhoffte Übergabe des Versorgungs-LKW, derzeit wird der Aufbau auf das Fahrgestell gemacht. Des Weiteren führt der Feuerwehrbedarfsplan für die Stützpunktwehr Ichenhausen auch einen Mannschaftswagen für Einsätze und Übungen, ein Kommando- und einen Einsatzleitwagen auf.

Die Stadt will eine Ausrückegemeinschaft vorbereiten, wie Strobel am Rande der Versammlung sagte. Damit sollen Personalressourcen von Stadtteilwehren, die tagsüber allein nicht mehr die geforderte Einsatzstärke aufbringen können, in Zusammenarbeit genutzt werden. Im Bereich der Integrierten Rettungsleitstelle Donau-Iller sei die Stadt mit diesem Vorhaben „Vorreiter“, sagte Strobel. Der noch nicht vorhandene Kommandowagen soll dann den Führungsdienstgraden auch bei Einsätzen der Ausrückegemeinschaften dienen.

Die Bewerbungsgespräche sind schon gelaufen, der Arbeitsvertrag kann demnächst unterschrieben werden: Die Feuerwehr Ichenhausen bekommt einen hauptamtlichen Gerätewart. Schon bei der Dienstversammlung im vergangenen Jahr hatte Berchtold davon gesprochen, dass dieses Thema keinen Aufschub mehr dulde, weil die vier Wochenstunden für Geräteprüfung und Dokumentation keineswegs reichten, um beispielsweise Atemschutzmasken und Schläuche zu reinigen. Der künftige Gerätewart bekommt eine Vollzeitstelle, die je zur Hälfte auf Arbeiten im Bauhof und bei der Feuerwehr aufgeteilt ist. Der städtische Bauhof unterstützt die Freiwillige Feuerwehr auch anderweitig: Ein halbes Dutzend der Bauhofarbeiter hat eine Truppmannausbildung und kann so tagsüber mit der Wehr ausrücken.

Fünf Neuzugänge, darunter die von der Jugendfeuerwehr übernommenen Sebastian Stempfle, Felix Stempfle und Michelle Pikhart, verstärken die Wehr, die nach drei beruflich bedingten Austritten jetzt 54 Aktive hat, darunter acht Frauen.

Dazu kommen acht Buben und drei Mädchen als Nachwuchskräfte. Sie werden von Philipp und Kathi Huß betreut. 224 Stunden Jugendarbeit waren das im vergangenen Jahr, wovon 72 Stunden auf die feuerwehrtechnische Ausbildung und und 23 Stunden auf die Übungsvorbereitung entfielen. Daneben gab es noch eine Freizeit auf der Hütte, eine Car-Wash-Aktion, Hydrantenpflege, die Teilnahme der Jugendwehr am Stadtfest und noch mehr.

Kreisbrandinspektor Albert Müller bezeichnete die Nachwuchsarbeit als „sehr verantwortungsvolle Aufgabe“ und sagte: „Die Jugendarbeit gefällt mir sehr gut.“ Überhaupt sei die Wehr Ichenhausen eine wichtige Stütze der Gesellschaft. Um in vielfältigen Situationen helfen zu können, brauche sie ein breites Wissensspektrum. Das habe man vor Kurzem bei dem Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens bei Riedheim gesehen, wo die Helfer den Umgang mit aufgeschreckten Tieren meistern mussten.

Müller ging noch auf die durch den Ruhestand von Kreisbrandrat Robert Spiller notwendig werdende Wahl eines neuen Kreisbrandrats ein. Bisher gebe es erst eine Bewerbung, Müller rief dazu auf, sich für den Posten zu bewerben.

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