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Fußball-Landesliga

29.09.2019

Ichenhausen gelingt ein Punktgewinn für die Moral

Denis Nickel (hier im Heimspiel gegen Gundelfingen am Ball) erzielte das Tor zum Punktgewinn in Bad Heilbrunn.
Bild: Walter Brugger

Wie der SC Ichenhausen das verdiente 1:1 in Bad Heilbrunn erreicht.

Es gibt Fußballspiele, die im Rückspiegel gesehen einfach nicht mehr hergegeben haben als einen Punkt. Ein solches hat Landesligist SC Ichenhausen am letzten September-Sonntag dieses Jahres absolviert. Das 1:1 (0:1) bei Aufsteiger SV Bad Heilbrunn war zwar weniger, als sich die Königsblauen erhofft hatten, es war dem Spielverlauf entsprechend aber gut genug, um zuvor hängende Köpfe wieder auf Normalniveau zu hieven. Abteilungsleiter Henning Tatje sagte unmittelbar nach dem Schlusspfiff: „Der Mannschaft merkte man ein bisschen an, dass das Selbstvertrauen weg ist. Vielleicht bringt uns der Punkt moralisch was.“

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Idyllische Umgebung, überschaubares Niveau

So idyllisch die Umgebung im Oberbayerischen ist, so überschaubar war das spielerische Niveau. Auf tiefem Boden und unter den gegebenen Voraussetzungen (ein Kellerkind im leichten Aufwind erwartet einen personell und mental angeknacksten Kontrahenten) war vielleicht auch nicht mehr drin.

Trotzdem versuchten die Ichenhauser gleich, das Beste aus der Situation zu machen. Die erste Gelegenheit besaß Maximilian Ocker, der aus acht Metern an Torwart Christoph Hüttl scheiterte (8.). Der Bad Heilbrunner Rückhalt sollte noch einige Male im Mittelpunkt stehen – und blieb fast immer Sieger. So im Duell mit Justin Reitz, der allein auf ihn zusteuerte, dann aber ins Grübeln kam und die dicke Chance vergeigte (27.). Oder nach einem Versuch von Kilian Kustermann, der allerdings den Ball nicht richtig traf (37.). Auch nach einem schönen Zuspiel von Stefan Strohhofer auf Benjamin Sturm hielt Hüttl messbares Unheil von seiner Hütte fern (40.). Auf der anderen Seite der Wiese dagegen fand der Ball einmal den Weg ins Ziel. Benedikt Specker traf im zweiten Versuch aus zehn Metern (30.).

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Deutliche Worte in der Kabine

In der Kabine fand SCI-Trainer Oliver Unsöld deutliche Worte. Ihm waren die Bemühungen der Seinen zu phlegmatisch gewesen und weil eben der letzte Druck nach vorne gefehlt hatte, brachte der frühere Profi im Verlauf des zweiten Durchgangs mit drei offensiven Wechseln mehr Offensive ins Spiel.

Das Wachrütteln und die taktischen Umstellungen zeigten Erfolg. Die Bemühungen der Königsblauen wurden etwas zielstrebiger und im selben Maß standen die Gastgeber immer tiefer, je länger die Partie dauerte. Als sie nach einer Stunde merklich unter nachlassenden Kräften litten, bauten sie teilweise sieben Mann an der eigenen Strafraumlinie auf. Zuvor bereits hätten die Gäste ein Tor machen können. Pierre Heckelmüller zielte zu hoch (48.), Denis Nickel köpfte den Ball nach einer Maßflanke von Ocker genau in die Handschuhe von Hüttl (62.). Endlich brachten die Bemühungen dann den Ausgleich. Bei einem der schönsten Spielzüge der gesamten Partie steckte Andreas Beckmann den Ball steil durch die gesamte Abwehr auf Benjamin Sturm, der legte die Kugel quer und der zum Elfmeterpunkt mitgelaufene Denis Nickel hatte das leere Tor vor sich (84.).

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