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Gesundheitsdialog

11.05.2015

Im Gespräch mit der Ministerin

Vertreter von Selbsthilfegruppen aus dem Landkreis kamen mit Gesundheitsministerin Melanie Huml (sitzend, zweite von rechts) ins Gespräch.
Bild: Greta Kaiser

Selbsthilfegruppen konnten Melanie Huml auf Probleme hinweisen

Alle Tage kommt das nicht vor. Wann hat man als Normalbürger schon die Gelegenheit, einem Minister oder einer Ministerin im persönlichen Gespräch von seinen Sorgen, Nöten und Wünschen zu berichten? Vertreter von 13 Selbsthilfe- und Betroffenengruppen hatten jetzt diese Möglichkeit. Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml war zu einem Gesundheitsdialog in die AOK-Direktion Günzburg gekommen.

Es war bereits der zweite Besuch von Huml bei Sprechern der Selbsthilfegruppen im Kreis. Vor zwei Jahren war die gelernte Ärztin noch Staatssekretärin im bayerischen Umweltministerium, inzwischen ist sie Gesundheitsministerin – also (nicht nur) für chronisch Kranke die Frau vom Fach. Nach der Begrüßung der Runde durch Landtagsabgeordneten Alfred Sauter würdigte die Ministerin zunächst die ehrenamtliche Arbeit der Selbsthilfegruppen. „Sie ist wichtig und verdienstvoll für Betroffene und ihre Angehörigen“. Und für Ärzte. Denn auch Mediziner seien nicht immer in der Lage, „jede Krankheit und jede Befindlichkeit von Patienten in letzter Konsequenz nachzuempfinden“.

Deshalb wolle sie im persönlichen Gespräch erfahren, „wo der Schuh drückt“, was der Staat verbessern könne und Fragen beantworten. Nach Angaben der Ministerin fördert der Freistaat die Arbeit von Selbsthilfe- und Behindertengruppen mit jährlich etwa einer Million Euro. „Es könnte sicher mehr sein“, bekannte Melanie Huml. Aber wo könnte es das nicht? Auch die meisten gesetzlichen Kassen, darunter die AOK, fördern finanziell die Arbeit der Selbsthilfegruppen. In Schwaben mit etwa 320000 Euro im Jahr, wie Gerhard Kranz, der bei der AOK-Direktion Günzburg für die Selbsthilfegruppen zuständige Koordinator, erklärte. Auch Kranz würdigte die Selbsthilfegruppen als „wichtigen Beitrag zur Patientensouveränität“, als „Sprachrohr Betroffener“, die auch mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.

Im Konferenzraum der AOK waren die Vertreter der Selbsthilfegruppen an fünf Tischen versammelt. Nicht nur die Ministerin nahm sich Zeit und wanderte von Tisch zu Tisch, um das Gespräch zu suchen. Auch die Landtagsabgeordneten Alfred Sauter und Dr. Hans Reichhart sowie Bezirksrätin Stephanie Denzler und die Günzburger CSU-Vorsitzende Dr. Ruth Niemetz gingen von Tisch zu Tisch, um Wünsche und Anregungen aufzunehmen. Die umzusetzen sei nicht immer leicht und schnell zu schaffen, räumte die Ministerin ein. Immerhin haben die Betroffenen Gehör gefunden.

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