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Landkreis Günzburg

30.01.2020

Im Liebes-Chat erschlich er sich ihr Vertrauen

Frauen sind im Internet auf Betrüger hereingefallen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Eine Frau fällt auf einen Betrüger im Internet herein, eine weitere fällt einem anderen zum Opfer. Das Vertrauen wird missbraucht - und das Geld ist weg.

Eine Frau aus dem Kreis Günzburg ist Anfang Oktober 2019 von einem Unbekannten über soziale Medien kontaktiert worden. Anfangs blieb es bei privaten Unterhaltungen. Doch im Verlauf der Chats, in denen der Mann sich das Vertrauen der Frau erschlich, erzählte er ihr, dass er im Ölgeschäft tätig sei. Daher sei er wohlhabend und habe hohe Bargeldbeträge auf einem Schiff dabei, von denen er aus Angst vor einer Entdeckung eine mittlere sechsstellige Summe an die Frau schicken wolle. Sie solle das Geld aufbewahren und könne einen Anteil behalten. Doch es kam anders.

Anfang Januar erhielt die Frau eine Nachricht von der angeblichen Zustellfirma einer Geldkassette. Sie zahlte mehrere Beträge ihres eigenen Gelds auf ein Konto im europäischen Ausland. Ihr wurden angebliche Zollgebühren vorgegaukelt – die gezahlten Summen sind nun weg.

Eine weitere Frau ist auf die Masche hereingefallen

Auf diese Art köderte ein anderer unbekannter Täter eine weitere Frau aus dem Kreis Oberallgäu. Nachdem er ihr Vertrauen gewonnen hatte, offerierte er ihr eine gemeinsame Zukunft in Saus und Braus. Nach und nach forderte er immer wieder Geldüberweisungen, sodass sie sich teils verschuldete und ein finanzieller Schaden im fünfstelligen Eurobereich entstand.

Im Liebes-Chat erschlich er sich ihr Vertrauen

Zumindest im Oberallgäuer Fall versprach der Mann die große Liebe. Die Masche ist der Polizei bekannt: Die Betroffenen werden mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft, es entsteht eine emotionale Abhängigkeit beziehungsweise eine Beziehung – und auf einmal kommt ein vermeintlicher Notfall in das Leben der neuen Liebe. Helfen kann nur das Opfer. Mit dem eigenen Geld. Diese Masche gibt es auch bei der Wohnungssuche oder auf der Jagd nach einem vermeintlichen Schnäppchen.

Um die betroffenen Frauen zu schützen, nennt die Polizei keine weiteren Details. Sie rät: Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich kennengelernt oder gesehen hat, kein Geld überweisen oder auf sonstige Forderungen eingehen. Detailliertere Hinweise gibt es unter polizei-beratung.de (zg)

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