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Landkreis Günzburg

16.01.2019

Im Rettungsdienst hat er Karriere gemacht

Jan Terboven ist neuer Geschäftsführer für den Zweckverband Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Donau-Iller.
Bild: Bernhard Weizenegger

Jan Terboven ist neuer Geschäftsführer des Rettungs-Zweckverbands Donau-Iller. In diesem Metier kennt er sich aus.

Der neue Geschäftsführer des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Donau-Iller, Jan Terboven, hat in diesem Metier bereits viel Erfahrung. Er hat im Rettungsdienst so ziemlich alles gemacht, was man machen kann. Zum 1. Dezember ist er Julia Lindner nachgefolgt, die zum Landesverband des Roten Kreuzes nach München wechselte.

Los ging es für ihn als Zivildienstleistenden in der Rettungswache Wiesloch bei Heidelberg – der heute 40-Jährige kommt aus dem noch näher liegenden Nußloch. Danach machte er die Ausbildung zum Rettungsassistenten und arbeitete später in Mannheim. Er war unter anderem auch Zugführer und Organisatorischer Leiter. Doch weil ihn dieses Gebiet ebenfalls interessierte und er wusste, nicht bis ins hohe Alter im auch körperlich anstrengenden Rettungsdienst fahren zu wollen, studierte er Betriebswirtschaftslehre. Als seine heutige Frau, die aus Heidelberg komme, eine Arbeitsstelle in Tübingen annahm, veränderte sich auch Terboven räumlich. Er ging als stellvertretender Rettungsdienstleiter zum Arbeitersamariterbund nach München und später als Rettungsdienstleiter, ebenfalls beim ASB, nach Ulm. 2010 wechselte er dann wiederum in diesem Bereich als Stellvertreter zum Roten Kreuz in der Donaustadt. Er lebt mit seiner Frau in Blaustein.

Zuletzt war er in einer Leitstelle tätig

Als der Notfallsanitäter als Beruf neu eingeführt wurde, wollte er sich auch dazu ausbilden lassen, was er tat. Und bevor er nach Günzburg zum Sitz des Zweckverbands kam, arbeitete er in einer Leitstelle. Die Entscheidung, sich als Lindners Nachfolgerin zu bewerben, habe natürlich mit dem Interesse an der Aufgabe zu tun, sagt Terboven. Aber auch damit, dass er nicht mehr im Schichtdienst tätig sein wollte. Dass er die Masterurkunde seines Fernstudiums der Personalentwicklung per Post bekam, als die Stellenanzeige auf den Markt kam, habe dann gut zusammengepasst.

Die ersten Wochen hat er unter anderem damit zugebracht, sich (fast) überall bei den relevanten Personen vorzustellen. Ihn freut, dass der Rettungsdienstbereich bayernweit in einem Qualitätsbericht sehr gut abgeschnitten habe. Nun müsse er sich in die Strukturen „reinfuchsen“ und Gesetze lesen, in diesem Jahr geht es beim Zweckverband unter anderem um die Ausschreibung und Vergabe des Stellplatzes Kleinkötz und die Nachbesetzung der Stelle des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst. Dr. Alexander Dinse-Lambracht werde nicht mehr zur Verfügung stehen, weil er „eine attraktive Aufgabe an der Uniklinik Ulm angeboten bekommen hat“.

Keine schlechten Nachrichten mehr vom BRK gehört

Zudem muss in der Integrierten Leitstelle in Krumbach die Hardware bei laufendem Betrieb getauscht und beim Notarztdienst müsse nachjustiert werden. Dabei gehe es nicht um den Standort Günzburg, der nun bis auf kleinere Ausnahmen stabil laufe. Vielmehr sei gerade in den Bereichen Neu-Ulm und Illertissen der selbstfahrende Notarzt ein Thema – dabei gebe es seit geraumer Zeit die Vorgabe, dass der Mediziner auf dem Beifahrersitz Platz nimmt und zum Einsatz gefahren wird.

Vom Roten Kreuz im Landkreis Günzburg hätten ihn keine beunruhigenden Nachrichten mehr erreicht, wo es bekanntlich personelle Querelen gegeben hatte. Wenn es nach ihm gehe, wäre ihm in Sachen Ausschreibungen beim Rettungsdienst auch Kontinuität wichtiger als der Preis, aber man müsse sich natürlich an die rechtlichen Vorgaben halten. Selbst im Rettungsdienst zu fahren sei für ihn derzeit übrigens kein Thema mehr, sagt Terboven, dem schon in jungen Jahren viel zugetraut worden sei, was er versuche, bei anderen auch zu tun. Mit der neuen Aufgabe habe er schließlich jetzt gut zu tun.

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