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26.07.2010

Im Sinne der Sicherheit

Zu Sicherheit von Radlern und Fußgängern wurde an der Heidenheimer Straße beim Waldbad eine Unterführung gebaut. Weil sie einen kleinen Umweg bedeutet, wird sie von vielen nicht genutzt - oft mit fatalen Folgen. Foto: Bernhard Weizenegger
Bild: Bernhard Weizenegger

Günzburg Tödliche Verletzungen hatte sich ein Radfahrer vorige Woche bei einem Verkehrsunfall zugezogen. Wie berichtet, hatte er am Montagnachmittag beim Waldbad die Heidenheimer Straße überquert und war dabei von einem Auto erfasst worden. Die doppelte Tragik: In unmittelbarer Nähe des Unfallortes befindet sich eine Unterführung, die bereits in den 1970er Jahren zur Sicherheit von Fußgängern und Radlern gebaut worden war.

Unterführungen oder Überführungen in Form von Brücken gibt es etliche in Günzburg. Leider werden sie häufig nicht genutzt, weil damit bisweilen kleine Umwege verbunden sein können. Jürgen Kopriva, zuständiger Sachbearbeiter im Tiefbauamt der Stadt, hat aufgelistet, an welchen gefährlichen Stellen es Unter- oder Überführungen gibt. Zum Teil wurden sie nach seinen Angaben trotz deutlicher Mehrkosten zur Sicherheit von Radlern und Fußgänger gebaut. Eine Unterführung gibt es im Bereich B 16/Augsburger Straße bei der Firma Expert Schwarz, ebenso an der Staatsstraße Richtung Offingen am Abzweig nach Nornheim. An der B 10 Richtung Burgau ist nach Angaben von Kopriva ebenfalls am Abzweig nach Nornheim eine Unterführung geplant. Beim Lego-Park führt ein Tunnel die Radler unter der B 16 hindurch, auch vom Legoland in Richtung Kötz gibt es unter der Brücke einen Radweg. Noch im Bau ist die Radunterführung unter der neuen Donaubrücke der B 16 Richtung Dillingen im Zuge des Donau-Radwanderweges, ebenfalls unter der B 16 ist ein Radweg im Denzinger Bachtal angelegt.

Eine Überführung gibt es im Zuge der B 16 bei der Bezirk-Schwaben-Stiftung - beim neuen Kreisverkehr, der im Moment im Bereich Dillinger Straße/Siemensstraße entsteht, wird laut Kopriva ebenfalls eine Radbrücke gebaut.

In Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) seien in den zurückliegenden Jahren auch ansonsten etliche Verbesserungen für Radler vorgenommen worden. So sei abseits der gefährlicheren Hauptrouten ein Netz kleinerer Nebenstrecken für Radler angelegt und ausgewiesen worden, erklärt Kopriva.

Zudem seien an großen Durchgangsstraßen, etwa an der Kreuzung Augsburger Straße/Sedanstraße sogenannte Aufstellflächen geschaffen worden, die im unmittelbaren Ampelbereich den Radlern vorbehalten sind, damit Autofahrer sie besser sehen können. "Wir tun viel", versichert Jürgen Kopriva. (kai)

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