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Versorgung

21.02.2015

Im Wald wird nach Wasser gesucht

Im Münsterhauser Wald wird gerade nach Grundwasser gebohrt.
Bild: Marktgemeinde Münsterhausen

Ein Experte rät Dinkelscherben zu neuen Brunnen. Gebohrt wird aber auf Münsterhauser und Ziemetshauser Flur

Schwere Gerätschaften sind im Wald östlich von Münsterhausen und nördlich von Ziemetshausen aufgefahren. Im Staatswald Schmellerforst, Gemarkung Münsterhausen und Ziemetshausen, lässt die Marktgemeinde Dinkelscherben an drei Stellen Versuchsbohrungen vornehmen. Gesucht wird nach Grundwasser für die Marktgemeinde Dinkelscherben, denn in Dinkelscherben sind die Brunnen, Wasseraufbereitungsanlagen und Hochbehälter in die Jahre gekommen.

2016 läuft das Förderrecht für zwei Brunnen ab. Das bringt die Gemeinde unter Druck. Die Lösung könnte im Schmellerforst liegen: Im Staatswald südwestlich von Dinkelscherben ließen sich bei einer entsprechenden Schutzzone neue Brunnen schlagen. Das dort geförderte Wasser könnte dann über eine neue mehrere Kilometer lange Leitung ins Netz gelangen. An den Hochbehältern gibt es Schäden und an den gealterten Brunnen aus den Jahren 1973 und 1978 muss entweder die Leistung gedrosselt oder das Schutzgebiet angepasst werden. Letzteres ist aus verschiedenen Gründen kaum möglich. Bleibt nur die geringere Leistung. Aber: Wird weniger Wasser gefördert, entsteht ein Defizit. Auffangen könnten es neue Brunnen. Um sie geht es im Wesentlichen bei den Möglichkeiten, die der Markt Dinkelscherben nach der Analyse von Steinbacher Consult hat:

Denkbar wäre eine Vollversorgung mit drei Brunnen im Schmellerforst.

In Betracht kommt auch eine Teilversorgung mit zwei neuen Brunnen im Schmellerforst. So könnten die vorhandenen Dinkelscherbener Brunnen samt Aufbereitung weiter betrieben werden – allerdings nur bei reduzierter Fördermenge und der Sanierung eines Brunnens und der Aufbereitung.

Dritte Option wäre ein stufenartiger Ausbau, der im Grunde Variante eins und zwei verbindet.

Bei allen Möglichkeiten müsste der Hochbehälter Saulach ausgebaut oder saniert werden. Notwendig ist außerdem eine neue Leitung vom Schmellerforst ins Netz. Die Kosten für die Varianten liegen zwischen sechs und sieben Millionen Euro und erhöhen sich mit der Sanierung der Hochbehälter und Aufbereitungsanlagen. Dinkelscherbens Bürgermeister Edgar Kalb rechnet mit zehn bis elf Millionen Euro. (lmm/mcz)

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