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Soziales

23.11.2018

Im Zweifelsfall hilft sie weiter

Ulrike Häußler vom Jugendamt geht Hinweisen auf Gewalt gegen Kinder nach

Soll man sich womöglich die Finger verbrennen? Oder den Dingen doch auf den Grund gehen? Eine Antwort ist oft schwierig. Warum schreit und weint das Kind in der Nachbarschaft immer wieder? Ist es häufiger krank oder wird es misshandelt? Ansprechpartnerin in solchen Zweifelsfällen ist die Sozialpädagogin Ulrike Häußler, Mitarbeiterin beim Jugendamt des Landkreises. Hinweise, so betonte sie im Jugendhilfeausschuss, werden auf Wunsch anonym und absolut vertraulich behandelt – auch wenn in der Folge Polizei oder Staatsanwaltschaft ermitteln sollten.

Kinder haben in Deutschland das gesetzlich verbriefte Recht, gewaltfrei aufgezogen zu werden. Nicht alle Eltern halten sich an diese Vorgabe. Im Zweifelsfall kann es deshalb dem Kindeswohl dienen, verdächtige Fälle dem Jugendamt zu melden. Dies geschehe auf Wunsch anonym und vertraulich, versicherte Ulrike Häußler. In der Folge gehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes sowie externe Berater den gemeldeten Fällen nach. Manchmal liege klare Gewalt vor, manchmal erwiesen sich vermeintliche Beobachtungen als unbegründet. Dazwischen gebe es eine Grauzone, die eine nähere Untersuchung lohne. Deshalb sei es hilfreich, Vorfälle im Zweifel dem Jugendamt zu melden.

Im Übrigen belegen zahlreiche Studien, dass Kinder, die früh Gewalt erfahren haben, im Jugend- und Erwachsenenalter ihrerseits verstärkt zu Gewalt neigen. So entsteht ein Kreislauf, der nach Überzeugung der Experten durchbrochen werden muss und kann. Etwa durch Hinweise an das Kreisjugendamt.

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