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Dienstversammlung

05.03.2018

Immer mehr Einsätze für Burgauer Wehr

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Die Feuerwehren tun viel für die Gesellschaft. Sie sind allzeit bereit für den nächsten Einsatz. Doch das wird nicht überall wertgeschätzt. Zumindest die Stadt Burgau sei ein Vorbild im Landkreis.
Bild: Bernhard Weizenegger

Hans-Peter Merz bleibt für die nächsten sechs Jahre Kommandant. Welche Themen ihn umtreiben und was er für die Feuerwehr wichtig findet.

Der Schulungsraum ist voll gewesen: Knapp 70 Aktive sind am Freitag zur Dienstversammlung der Burgauer Feuerwehr erschienen, darunter auch die der Löschgruppe Großanhausen, Mitglieder beider Feuerwehrvereine wie auch alle drei Bürgermeister. Es ist ein Zeichen, dass die Freiwilligen Feuerwehren der Markgrafenstadt einen hohen Stellenwert haben.

Der Erste Bürgermeister Konrad Barm (Freie Wähler) lobte vor allem die geleisteten Sicherheitswachen, die immerhin zehn Prozent der Einsätze ausmachen. Ob Historisches Fest oder Faschingsumzug: Es habe nie eine Gefährdungslage gegeben, und dies sei vor allem der Feuerwehr zu verdanken, die stets mit schwerem Gerät vorgefahren sei. Finanziell seien die Wehren gut unterwegs, wie Barm betonte. Erst vor Kurzem wurde ein neuer Rettungssatz beschafft. Ende des Monats wird das neue Mannschaftsfahrzeug geliefert und im Juni der Großraumlüfter. Für Großanhausen ist die Beschaffung eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs, für Burgau die einer neuen Drehleiter wie auch eine Erweiterung des Gerätehauses mit Waschhalle und zusätzlichen Stellplätzen vorgesehen.

Die Zahlen, die Kommandant Hans-Peter Merz nannte, sprachen für sich: Mit 206 im vergangenen Jahr ist die Zahl der Einsätze erneut gestiegen. 46 Mal rückte die Wehr zur Autobahn aus, 13 Mal häufiger als im Vorjahr. Knapp 8000 Kilometer wurden insgesamt zurückgelegt – eine Zunahme von 1500 Kilometern. 28 Menschen konnten dabei aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet werden. Merz sprach aber auch den ehrenamtlichen Dienst seiner „115-köpfigen Familie“ an, den diese mit ihrer Bereitschaft zum Helfen an 365 Tagen im Jahr ohne eine Aufwandsentschädigung leiste.

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Die Stadt Burgau sei ein Vorbild im Landkreis

Darüber sollten die politisch Verantwortlichen gerade an höherer Stelle einmal nachdenken. Die Stadt Burgau sei dennoch ein Vorbild im Landkreis, weil sie den Aktiven diverse Vergünstigungen gewähre und stets ein offenes Ohr habe. Gleichzeitig griff der Kommandant auch Themen wie die Tageseinsatzbereitschaft und die Führerscheinproblematik auf. Auch darüber müsse man sich sowohl in Burgau als auch im Kreis Gedanken machen.

Im vergangenen Jahr konnten vier Jugendliche aus der derzeit elfköpfigen Jugendgruppe in den aktiven Dienst übernommen werden. Jugendwart Christian Schneider zeigte sich zuversichtlich: In den nächsten Jahren würden weitere folgen und er gehe davon aus, dass sie auch dabeiblieben.

Viele Investitionen bei der Feuerwehr

Nicht weniger aktiv zeigt sich der Feuerwehrverein mit derzeit 228 Mitgliedern. Vorsitzender Johann Tippel sprach in seinem Bericht unter anderem den Festbetrieb beim Historischen Fest in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Großanhausen an, wie auch den Kreisjugendfeuerwehrtag, bei dem der Verein für die Verpflegung von mehr als 400 Personen sorgte.

Weiter zählte der Vorsitzende die Investitionen der vergangenen sechs Jahre auf: Darunter fallen die Photovoltaikanlage, der Aufenthaltscontainer und die Wechselladermulde, aber auch die Zuschüsse, die der Verein aus eigenen Mitteln bei der Beschaffung von Fahrzeugen geleistet hat – ein Betrag von knapp 40000 Euro. Es sei nicht so, dass die Feuerwehr nur von der Stadt fordere, die Stadt bekomme auch etwas von der Wehr, meinte Tippel scherzend.

Merz bleibt Kommandant

Dass die diesjährige Dienstversammlung etwas länger dauerte, lag an den Neuwahlen. Die Wiederwahl von Hans-Peter Merz als Kommandant für die nächsten sechs Jahre erfolgte mit überragender Mehrheit und war eigentlich nur eine Formsache. Im Verein wurde Hans Tippel wieder als Vorsitzender bestätigt, sein neuer Vertreter ist Elmar Baumeister. Der bisherige Vize Gerhard Maier hatte sich nicht mehr zur Verfügung gestellt. Als Schriftführerin wurde Regina Jordan und als Kassierer Thomas Berger wiedergewählt. Kassenprüfer sind Alfred Hins und Heinz Leihkauff. Zu Vertrauensleuten gewählt wurden Matthias Imminger und Konrad Ruhland (Zugführer), Andreas Ernst und Bernd Kanzler (Gruppenführer), sowie Patrick Schieferle und Wolfgang Schneider (Mannschaft).

Für den 25-jährigen aktiven Dienst wurden Markus Kießling, Bernd Briegel und Herrmann Briegel, für 40 Jahre Anton Göppel und Kreisbrandrat Robert Spiller, der ebenfalls der Burgauer Wehr angehört, geehrt. Zwei ganz besondere Ehrungen gab es bei der Versammlung ebenfalls: Albert Baumeister und Reinhold Tippel sind jetzt Ehrenmitglieder.

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