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Leipheim

25.11.2019

In Leipheim stehen große und vor allem teure Projekte an

Das Rathaus in Leipheim soll für eine Million Euro erweitert werden.
Bild: Bernhard Weizengger (Archiv)

Gartenhallenbad, Kindergarten, Hochwasserschutz: An Arbeit mangelt es in Leipheim nicht. Doch diese Großprojekte kosten auch richtig Geld. Und genau das ist aktuell ein Problem.

An Arbeit wird es dem künftigen Stadtrat nicht mangeln. Denn in Leipheim stehen in den kommenden Jahren etliche große und damit teure Projekte an. Einzelheiten erläuterte Bürgermeister Christian Konrad beim gut besuchten Bürger-Info-Tag am Samstagnachmittag. Aber auch der laufende Betrieb geht ins Geld. Die Info-Veranstaltung fand im Saal des Zehntstadels statt. Allein der Betrieb dieser Kultureinrichtung kostet die Stadt rund 450000 Euro pro Jahr. Über den Fahrplan für die Generalsanierung des Leipheimer Gartenhallenbades informierte Matthias Kiermasz, der Vorsitzende des Zweckverbandes Hallenbad Nord.

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Eine der drängendsten Aufgaben ist der Bau eines neuen Kindergartens (Lesen Sie dazu: Leipheim legt Pläne für Kita-Neubau auf Eis) . Etwa fünf Millionen Euro sind dafür veranschlagt. Vielen gehe das Projekt nicht schnell genug voran, erklärte Konrad. Das Problem: Bislang gebe es keine konkrete Förderzusage durch das Land. Würde sofort gebaut, müsste die Stadt die Millionen vorfinanzieren.

Der Neubau eines Kindergartens ist eines der drängensten Projekte in der Stadt Leipheim.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

„Wir haben dieses Geld aber nicht“, betonte der Bürgermeister. Zur Finanzierung müsse im Stadtrat womöglich auch über die Erhöhung kommunaler Steuern diskutiert werden.

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20 Millionen Euro für die Grund- und Mittelschule

Ein noch größerer Brocken sind die Sanierung und der Neubau der Grund- und Mittelschule. Nicht weniger als 20 Millionen könnte das Projekt kosten. Die Erweiterung des Rathauses ist mit einer Million veranschlagt, der denkbare Bau eines Parkstadels mit 50 Stellplätzen an der Kirchstraße würde 1,2 Millionen kosten. Eine knappe halbe Million müsste die Stadt aufbringen.

Ins Geld werden auch andere Vorhaben gehen – der Hochwasserschutz, die Verlagerung des Bauhofs, die Sanierung der Wasserversorgung, der Ausbau der Leipheimer Feuerwache, die Beschaffung von Gerätschaften für die beiden Wehren oder die weitere Digitalisierung der Schulen. Nicht billig sind der Unterhalt der Güssenhalle, die Pflege der Grünanlagen, darunter die Donauufer, das Museum Blaue Ente oder die Planung der verschiedenen Baugebiete, führte Christian Konrad weiter aus. Und fügte an: „Ich könnte noch sehr viel mehr nennen“.

Leipheim hat um das Gartenhallenbad gekämpft

Der Kammeltaler Bürgermeister und Kreisrat Matthias Kiermasz ist Vorsitzender des Zweckverbandes Hallenbad Nord. Er schilderte die vielfältigen und nicht immer einfachen Bemühungen, das Gartenhallenbad zu erhalten. „Vor allem Leipheim hat um das Bad gekämpft und das Projekt vorangetrieben“, lobte Kiermasz (Lesen Sie dazu:Leipheim ist mit Hallenbad-Sanierung obenauf) . Zusammen mit dem Landkreis hat der Zweckverband 14 Mitglieder, es werde auch weiter um den Beitritt der noch fehlenden Gemeinden geworben.

Die Sanierung des Gartenhallenbads in Leipheim ist zwar ein Projekt mehrer Kommunen, dennoch muss Leipheim einen Löwenanteil stemmen.
Bild: Bernhard Weizengger (Archiv)

Nach heutigem Stand wird die Generalsanierung des Bades 14,4 Millionen Euro kosten. Gebaut werden soll von März 2022 bis August 2023, die Inbetriebnahme ist für November 2023 geplant, erklärte Kiermasz (Lesen Sie dazu: Gästen macht das Gartenhallenbad in Leipheim Spaß).

„Miteinander reden“ lautet das Motto beim Kulturmobil des evangelischen Bildungswerkes. Das Gefährt konnte von Interessierten auf dem Platz vor dem Zehntstadel begutachtet werden. Im Moment ist Winterpause, im April wird das Kulturmobil wieder auf Tour gehen und die Menschen auf Plätzen und an Straßen zum Dialog einladen, erklärte Ulrike Kühn vom Bildungswerk (Lesen Sie dazu: In Leipheim wird Kultur mobil).

Vor der Info-Veranstaltung im Bürgersaal des Zehntstadels in Leipheim hatten Interessierte Gelegenheit, per Bus die neuen Baugebiete in der Stadt und die Fortschritte auf dem interkommunalen Gewerbegebiet Areal Pro zu begutachten. Rund 80 Personen ließen sich dabei von Leipheims Bürgermeister Christian Konrad über den aktuellen Stand informieren.

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