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Klausurtagung

07.04.2012

In den Straßen ist alles zugeparkt

Auf dem sogenannten „Fäustle-Areal“ unterhalb des Kuhturms soll nach dem Wunsch der UWB-Fraktion eine Hanggarage entstehen.

UWB-Fraktion fordert Entlastung in Gewerbegebieten und bringt Hanggarage wieder aufs Tablett. Hotspots für Innenstadt

Günzburg Die Günzburger UWB-Stadtratsfraktion hat im Allgäu ihre Klausurtagung abgehalten. Fernab vom Alltag wurden wichtige Themen für das kommende Jahr und darüber hinaus besprochen. Dank moderner Technik wurde auch der Vorstand des Unabhängigen Wählerblocks (UWB) teilweise in die Tagung eingebunden. Mittels einer Telefonkonferenz wurden Ideen ausgetauscht und die Eckpunkte für die Arbeit der politischen Gruppierung besprochen.

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l Parkplatzsituation. So fordert Vorstandsmitglied Eva Flemisch eine verbesserte Parkplatzsituation in den Industriegebieten. „Es wäre wichtig, dass die Zubringerstraßen frei bleiben. Teilweise gibt es für Fahrzeuge kein Durchkommen mehr, da in den Straßen alles zugeparkt ist.“ Der UWB bittet die Verwaltung daher, einen Bericht an den Stadtrat über die Ist-Parkplatzsituation in den Gewerbegebieten zu erstellen. „Wir brauchen hier dringend eine Entlastung, und es müssen Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt werden“, so Eva Flemisch. Weiter regt die Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Günzburg an, dass dringend an einer Anbindung ins Industriegebiet im Donauried gearbeitet werden muss. „Momentan ist es so gut wie nicht möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin zu kommen. Dabei wäre es gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel wichtig, jedem Mitarbeiter zu ermöglichen, auch ohne Auto zum Arbeitsplatz zu kommen“, so Flemisch.

l Parkleitsystem. „Das Parkleitsystem in Günzburg ist noch nicht optimal ausgebaut. Gerade für Touristen und Nicht-Günzburger ist es schwierig, sich hier zurechtzufinden“, so der kommissarische UWB-Vorsitzende Hans Kaltenecker. Als Idee regt er an, zusätzlich die Angaben der Gehminuten vom jeweiligen Parkplatz zur Innenstadt auf das Parkleitsystem anzubringen. Ferdinand Munk spricht sich dafür aus, mehr Parkplätze in Günzburg anzubieten. „Es fallen immer mehr Parkplätze in der Innenstadt weg. Die Hanggarage muss jetzt realisiert werden, auch um den vermehrt aufkommenden Verkehr der Ulmer Straße auffangen zu können“, so der Fraktionsvorsitzende.

In den Straßen ist alles zugeparkt

lMarktplatz. Das UWB-Mitglied Hermann Flörchinger ist wie viele andere ein wertvoller Ratgeber unter anderem beim Thema Marktplatz. Der UWB begrüßt die Idee, die Durchfahrt des Marktplatzes mittels Pollern, Ampeln oder Schranken einzuschränken. Was favorisiert wird, den größten Erfolg verspricht und finanziell gestemmt werden kann, soll die Verwaltung prüfen. In diesem Zusammenhang fordert die Fraktion die Wiedereinführung des Verkehrsausschusses, welcher vor einiger Zeit abgeschafft wurde. Der Verkehr in Günzburg ist und bleibe ein zentrales Thema, welches einen eigenen Ausschuss im Stadtrat verdient habe.

lDemografischer Wandel. Gerhard Skrebbas regt an, dass sich die Stadtverwaltung nach Investorengruppen umschaut, welche im Bereich barrierefreies Wohnen Erfahrungen haben. In Günzburg könnten so tolle Wohnprojekte entstehen. Als möglichen Ort kann sich Skrebbas das Grundstück ehemaliges Jugendhaus am Stadtgraben vorstellen. Stadtrat Berthold Feil fallen viele Ideen für ein generationenübergreifendes Günzburg ein. „Unter anderem ist ein Sommer-Eisstockschießen eine Idee und würde gut in die Freizeitregion passen. Dies könnte im Waldbad stattfinden“, so Feil.

lKinderbetreuung. „Die Stadt geht einen vorbildlichen Weg, wenn es um Erweiterung, Sanierung und Neugestaltung von Kindertagesstätten geht. Aber gerade im Schulbereich und bei der qualifizierten Betreuung von Grundschulkindern muss noch einiges getan werden“, ist sich die Fraktion einig. Stadträtin Monika Küchle: „Immer wieder werden wir im Stadtrat mit dem Thema gebundene Ganztagesklasse an Günzburgs Schulen konfrontiert. Hier stehen Fragen im Raum, wie so eine Ganztagesklasse funktioniert. Daher wollen wir im Rahmen einer Podiumsdiskussion aufklären, informieren und vor allem Missverständnisse ausräumen.“ Jedes Kind solle ungeachtet seiner Herkunft die bestmöglichste Förderung erhalten, so Küchle. Der UWB hat einen Termin für diese Podiumsdiskussion festgelegt: 24. April.

lKulturarbeit. Das Forum am Hofgarten soll wieder an Attraktivität gewinnen, dessen Defizit reduziert werden. Neben einer Kooperation mit Hotels und Gastronomie in Günzburg sollte nach Ansicht der Fraktion über eine Zusammenarbeit im kulturellen Bereich, zum Beispiel mit den Nachlandkreisen Neu-Ulm, Heidenheim und Augsburg, nachgedacht werden.

lHotspots. Ein weiterer Gedanke, die Attraktivität der Innenstadt zu stärken, kam der Internetspezialistin Miriam Albrecht. In immer mehr Städten werden öffentliche Internetzugänge (Hotspots) eingerichtet. Es wäre eine Bereicherung, wenn es zum Beispiel am Marktplatz frei zugängliche Hotspots gäbe. Jeder könnte kabellos, kostenfrei oder -günstig mit Laptops, Tablet-PCs oder Smartphone durch das Internet browsen.

Am Ende der Klausurtagung war man sich einig: Der UWB ist die Energie für Günzburg. Und ohne Energie geht gar nichts. (pm)

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