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Hochwang

08.01.2019

In der Pension „Himmelstürle“ ist der Teufel los

In der Pension „Himmelstürle“ ist mächtig was los. Die Gäste werden von der Pensionswirtin (links) begrüßt und von der ständig beschwipsten Pensionshilfe (zweite von rechts) mit einem Gläschen Branntwein bewirtet.
Bild: Adalbert Zimmermann

Auf und vor der Bühne herrscht ausgelassene Stimmung beim Dreiakter der Theaterfreunde Günzburg-Kötz.

 „Schneetreiben“ in der Pension „Himmelstürle“: Mit diesem Dreiakter von Georg Ludy präsentierten die Theaterfreunde Günzburg-Kötz, passend zu den Wetterverhältnissen am vergangenen Samstag, eine heitere Theaterpremiere im Musikheim in Hochwang.

Seit acht Jahren gibt es die Theatergruppe nun schon, die ursprünglich aus dem Zusammenschluss des Trachtenvereins Günzburg und des KNC Kötz resultiert. Die Freude am Theaterspielen ist ungetrübt, wie der Einsatz der vielen Akteure und Helfer zeigt. Und auch in diesem Jahr ist es den Theaterfreunden gelungen, die Lachmuskeln der Zuschauer auf das Äußerste zu strapazieren. Roland Briegel, der zusammen mit Jutta Härtel bei diesem Theaterstück Regie führt, erklärt uns, dass der anhaltend große Zuspruch Jahr für Jahr immer wieder zum Weitermachen motiviert.

Eine Pension für Übernachtungsgäste ist ja nichts Ungewöhnliches. Das würde eigentlich auch für die Pension „Himmelstürle“ gelten, doch seit geraumer Zeit bleiben die Gäste aus. Die Auslastung der Pension ist so gering, dass sogar die Schlüssellöcher der Zimmertüren verstaubt sind. Kurz und gut: Die Pension läuft nicht mehr besonders gut. Schulden plagen die Pensionswirtin Eva Keck (Gerlinde Dirr) und der Gerichtsvollzieher geht ein und aus. Das Finanzamt macht ordentlich Druck und nur mit Müh‘ und Not gelingt es der Pensionshilfe und Mädchen für alles, Alwine Scheps (Bettina Sauter), die Geldeintreiber abzuwimmeln. Und meist ist da auch viel Alkohol im Spiel, da sich Alwine selbst gerne ein Gläschen Selbstgebrannten genehmigt.

Die Pensionswirtin entwickelt eine neue Strategie

Eine neue Marketingstrategie muss her. Und so kommt die Pensionswirtin auf die Idee, „Blinddates“ in der Pension zu organisieren. Die ersten Gäste haben sich bereits angemeldet. Alwine, die beschwipste Seele der Pension, versteht diese Marktstrategie zunächst nicht. Aber als die Pensionswirtin die Hintergründe und Absichten der Gäste erklärt, ist auch sie begeistert und macht sich sogleich daran, die Schlüssellöcher der Zimmertüren vom Staub zu befreien.

Schon kommen auch die ersten Gäste an. Die beiden Kumpels Willi Nädele (Roland Briegel) und Udo Heiwender (Markus Mader) wollen dem Alltagstrott entrinnen und ein romantisches Wochenende erleben. Willi Nädele, verheirateter Strickwarenfabrikant, hat sich bei seiner Frau Gerlinde (Karin Kiesling) auf eine Tagung beim Verband der Strickwarenfabrikanten abgemeldet. Dem eher schüchternen Typ ist zunächst gar nicht wohl bei der ganzen Sache, er macht sich aber dann doch an die Pensionswirtin ran. Die jedoch bleibt reserviert. Kumpel Udo Heiwender ist Ehemann in spe und verlobt mit Manuela Schicker (Lisa Hieber) und muss als Landmaschinenmechaniker zunächst die marode Wasserleitung in der Pension in Ordnung bringen, bevor er sich den ursprünglichen Absichten widmen kann. Und dann trifft auch noch das Schickimicki-Bürschchen Wenzel Piefke (Steffen Briegel) ein, der auf der Durchreise nach Stuttgart ist und sich als TV-Producer ausgibt.

Dieser eher mysteriöse Typ verspricht den Damen eine Fernseh- und Filmkarriere ohne seine wahre Identität preiszugeben. Turbulent wird es dann, als die beiden Damen der Stammtischbrüder Willi Nädele und Udo Heiwender in der Pension auftauchen. Jetzt muss die immer beschwipste gute Seele der Pension Alwine Schebs eingreifen, um die Dinge wieder ins rechte Licht zu rücken. Bei der überaus kurzweiligen Aufführung mit Gags am laufenden Band zeigten sich die Darsteller in Bestform. Es gab immer wieder Szenenapplaus. Die Zuschauer waren begeistert und honorierten das am Ende mit einem lang anhaltenden Beifall. Für die Maske war Jutta Härtel zuständig und Katrin Mader agierte als Souffleuse.

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