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Zahlenwerk

26.09.2019

Investitionen sorgen für Rekordhaushalt

Der Etat in Dürrlauingen überschreitet erstmals sechs Millionen Euro

Der Haushalt der Gemeinde Dürrlauingen hat einen neuen Rekordstand erreicht. Ein- und Ausgaben summieren sich erstmals auf mehr als sechs Millionen Euro. Dieser Umfang hängt vor allem mit drei größeren Investitionen alle im Ortsteil Mönstetten zusammen. Dazu gehören die Kanalisation und das gerade erst eingeweihte Dorfgemeinschaftshaus und ein neues Baugebiet. Der Etat wurde vom Gemeinderat einstimmig abgehakt.

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Manuela Hesse, Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft Haldenwang, zu der Dürrlauingen gehört, sprach bei der Präsentation des Zahlenwerks denn auch von einem „Rekordjahr 2019“. Trotz der beachtlichen Investitionen gehe es der Gemeinde „ja gut“, so Hesse, was die steigende Steuerkraft unterstreiche.

Sie liegt bei einer Einwohnerzahl von 1624 (Stand Ende 2017) pro Kopf bei 655,42 Euro und damit knapp 55 Euro höher als 2018. War Dürrlauingen in den vergangenen Jahren schuldenfrei, so musste 2018 zur Finanzierung des Dorfgemeinschaftshauses ein Kredit in Höhe von einer Million Euro aufgenommen werden. Im nächsten Jahr werden vom Freistaat Zuschüsse in Höhe von mehr als 700 000 Euro für dieses Projekt erwartet. Nach dessen Abschluss wird das Haushaltsvolumen laut Aufstellung der Kämmerin in den nächsten Jahren wieder sinken.

Investitionen sorgen für Rekordhaushalt

Als positiv wurde die Finanzierung der Kanalsanierung eingestuft, die aus einer Sonderrücklage erfolgt und damit den Verwaltungshaushalt geringer belastet als in anderen Kommunen. Dafür kam Lob von Gemeinderat Christian Ramin, der sich zusätzlich ein Diagramm der Ausgaben wie beispielsweise der Umlagen wünschte, was leichter erkennen lasse, „wo beim Schuldendienst die Reise hingeht“. Die Rücklagenbildung sei eine gute Entscheidung gewesen, bestätigte Dürrlauingens Bürgermeister Edgar Ilg. Sie wurde vor etwa zehn Jahren aufgrund der Empfehlung eines Planungsbüros bei der Einführung der gesplitteten Abwassergebühr umgesetzt.Für den Kauf weiterer Grundstücke in der Gemeinde sollten nach Meinung von Herbert Riehr zusätzliche Finanzmittel vorgesehen werden, um die innerörtliche Entwicklung voranzutreiben. „Das wird im nächsten Investitionsplan berücksichtigt“, kündigte Bürgermeister Ilg an. Der Plan ab 2020 soll noch in der Oktobersitzung des Gemeinderats beraten werden.

Grundsätzlich befürwortet wurde ein Beitritt zum neuen Zweckverband „Digitale Schulen im Landkreis Günzburg“. Hintergrund ist die Beschäftigung eines Administrators für Soft- und Hardware an den Schulen, so Ilg. Deren Anschaffung für die Kommunen sei kostenaufwendig. Daher hatten die Bürgermeister sich für die Schaffung des Zweckverbandes stark gemacht, deren Vorsitzender der Gundremminger Bürgermeister Tobias Bühler ist.

Wegen eines Defekts musste die Steuerungs- und Regeltechnik der Heizungs- und Lüftungsanlage in der Grundschule Dürrlauingen erneuert werden. Diese Dringlichkeitsentscheidung ohne Gemeinderatsbeschluss für die Reparatur mit Kosten in Höhe von 8300 Euro gab Bürgermeister Ilg bekannt.

Für Ärger sorgt laut Gemeinderätin Isabelle Vollmann-Schipper die Belastung von Spielplätzen in Dürrlauingen und den Ortsteilen durch Katzenkot. „Eine Lösung für dieses Problem gibt’s nicht“, stellte der Rathauschef fest. Eine vom Gemeinderat vorgeschlagene „Vergrämung“ der Stubentiger mit chemischen Mitteln scheide wegen der Kinder aus. Betroffen davon ist der Sand auf den Plätzen. Ein jährlicher Austausch ist mit circa 3000 Euro veranschlagt.

Der Vorschlag, statt Sand Kies zu nehmen, den Katzen nicht so mögen, scheidet laut Ilg wegen der Fallsicherheit aus. Bei neu geplanten Anlagen sollten daher Fallschutzmatten genommen worden, schlug Rätin Vollmann-Schipper vor. Auf einen anderen Problemfall wies Gemeinderat Georg Rau hin, der die häufig zugeparkten Gehwege beklagte, die von Behinderten mit Rollstühlen nicht mehr benutzt werden könnten. Bürgermeister Ilg sicherte zu, dass im Gemeindeblatt ein entsprechender Hinweis veröffentlicht werde.

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