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Dämmerschoppen

23.06.2012

Ist der Ausbau des „Alarmweges“ die Lösung?

UWB-Stadträte diskutieren mit Anwohnern über eine schnelle Verkehrsentlastung der Ulmer Straße

Günzburg Eine Umgehungsstraße im Norden Günzburgs ist für eine Reihe von Günzburgern die machbarste Lösung zur schnellen Verkehrsentlastung der Ulmer Straße. Das ergab ein Dämmerschoppen, den der Unabhängige Wählerblock (UWB) veranstaltet hatte. Um die Nordumgehung zu verwirklichen, müsste der sogenannte „Alarmweg“ entlang der Auwaldgrenze zwischen Günzburg und Leipheim ausgebaut werden.

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UWB-Vorsitzender Hans Kaltenecker konnte im gut gefüllten Nebenzimmer des Restaurants Ege eine ganze Reihe Bewohner der Ulmer Straße begrüßen. Ging es doch um die bekannt schwierige Verkehrssituation in Günzburgs westlicher Einfallstraße. Zunächst stellte Stadtrat Berthold Feil eine Studie der Dr. Brenner Ingenieurgesellschaft mbH vor, die diese für einen Verkehrsworkshop des Stadtrats erstellt hatte. Die Studie wurde auf der Basis einer Verkehrszählung aus dem Jahr 2005 erstellt. Sie belegt eine Belastung der westlichen Ulmer Straße von 11400 Fahrzeugen täglich. Im östlichen Bereich der Straße wurden sogar 13050 Fahrzeuge gezählt. Aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens müsse heute aber von deutlich mehr Fahrzeugen ausgegangen werden, so Feil. Im zweiten Teil seiner Ausführungen informierte der UWB-Stadtrat die Anwesenden über die geplanten drei Entwicklungsstufen des Verkehrsnetzes durch die Konversion des Fliegerhorstes. Variante 1 – eine Umgehung Leipheims über die ehemalige Rollbahn mit Wiedereinführung des Verkehrs in die ehemalige B 10 ist bereits im Bau. Bei den Varianten 2 und 3 geht es vorrangig um den Bau und den Anschluss einer Westumgehung westlich der A8.

Besonderes Interesse weckte bei den Anwesenden die Vorstellung einer Nordumgehung durch den Ausbau des „Alarmweges“. Architekt Dieter Winkler stellte die UWB-Umgehungsalternative vor. Sie führt vom Lochfelbenweg über die Heidenheimer Straße über ein zu bauendes Brückenbauwerk entlang der Fliegerhorstbahn bis zur Einführung in die ehemalige B10 an der Anschlussstelle der neuen Leipheimer Fliegerhorstumgehung.

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Mit den Worten „Das bringt uns doch alles nichts. Wir brauchen eine schnelle Lösung und keine in 20 bis 30 Jahren“, lenkte Hotelier Max Feuerstein die Diskussion wieder in Richtung Nordumgehung. Diese erschien den meisten Diskussionsteilnehmern als realistischster Ansatz für eine schnelle Verkehrsentlastung in der Ulmer Straße.

Kreisverkehre besser als Bauminseln oder Ähnliches

Weiter war eine deutliche Mehrheit der Veranstaltungsteilnehmer davon überzeugt, dass man mit der Errichtung von Kreisverkehren – einem ersten am Pfarrhofplatz – eine staufreiere Verkehrsführung erzielen könne als durch die Errichtung von Bauminseln und Ähnlichem. Die UWB-Fraktion mit den Stadträten Monika Küchle, Berthold Feil und Erhard Uhl, sagte zu, die Vorschläge und Bedenken an die Stadtverwaltung weiterzuleiten und Eigeninitiativen zu starten. (alk,pm)

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