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05.03.2020

Janine Berger, der Tsukahara und der Traum von Tokio

Bester Laune und topp motiviert startet Janine Berger in die Bundesliga-Saison. Wie’s schient, hat die Bubesheimerin heuer noch einiges vor.
Bild: Flowvision

Plus Die Bubesheimerin Janine Berger startet in die Bundesliga-Saison. Ihren Olympia-Sprung wird die 23-Jährige diesmal nicht zeigen – noch nicht, wie sie betont

Es gilt, Platz drei zu verteidigen. Den hatten die Turnerinnen des SSV Ulm 1846 im Spätherbst 2019 beim Finale der Deutschen Turnliga in Ludwigsburg äußerst überraschend erreicht. An diesem Samstag, 7. März 2020, beginnt die neue Saison. Und die Bubesheimerin Janine Berger sieht gute Chancen, dass sie mit ihren Teamkolleginnen Annika Göttler, Jannika Greber, Natalie Wolfgang, Elisa Gräßler, Pia Meier und Tisha Vollemann den Coup von damals wiederholen kann. „Das Potenzial ist auf jeden Fall da, dass man sich ins Finale turnt – und das ist auch unser Ziel“, sagt die 23-Jährige selbstbewusst.

Allerdings kann sie vor dem Auftakt-Wettkampf in Karlsruhe nur ihre eigene Leistungsfähigkeit und die der anderen Ulmerinnen konkret einschätzen. Wie gut die Konkurrenz drauf ist, lässt sich erst nach dem Start beurteilen, berichtet sie. „Aber ich gehe davon aus, dass die alle total fit sind.“ Trotzdem: Dieselbe Ulmer Mannschaft war ja 2019 im Finale der besten vier von insgesamt acht Teams, die Mädchen sind noch ein Stück routinierter geworden und wissen genau, wie es zugeht auf der höchsten nationalen Ebene. Dazu kommt als Extra-Motivation die Erinnerung an den „mega-schönen Wettkampf“ von damals, wie Berger einwirft.

Zwei Zwangspausen in der Vorbereitung

So sehr sich die Bubesheimerin auf den Auftakt freut, so verunsichert ist sie im Detail, was ihre eigene Form angeht. Anfang Januar hatte es sie schon mal schwer erwischt, unlängst lag sie noch einmal zwei Wochen lang flach. Da geht die beste Kondition flöten und die wird nötig sein, um an ihren Geräten Barren und Sprung ordentlich zu punkten.

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Apropos Sprung: Im Training hat die Olympia-Vierte von London 2012 ihren Tsukahara von damals seit ein paar Wochen wieder im Programm. Aufgrund ihrer gerade überstandenen Erkrankung wird sie den Sprung in Karlsruhe aber nicht bringen. Noch nicht, wie sie betont. „Der muss wirklich zu 100 Prozent passen“, sagt sie und fügt hinzu: „Aber der, den ich machen werde, hat auch einen der höchsten Ausgangswerte in der Liga.“

Ansage an die Konkurrenz

Diese Worte sind durchaus als Ansage an die nationale Konkurrenz zu verstehen. Und 2020 ist wieder ein Olympia-Jahr. „Sag niemals nie“, entgegnet Berger gewohnheitsmäßig auf Fragen nach ihren Träumen von einem Start in Tokio. Nach einigen Sekunden des Überlegens lässt sie sich aber doch etwas Konkretes entlocken: „Ich schau’, wie mein Knie mitmacht. Der Sprung von London ist nach wie vor einer der schwersten der Welt und mein Ziel ist schon, ihn heuer im Wettkampf zu zeigen. Und dann sieht man weiter.“

1. Bundesliga Frauen– Teams: MTV Stuttgart, TSV Tittmoning, SSV Ulm 1846, TG Karlsruhe-Söllingen, TZ DSHS Köln, TG Mannheim, KTG Hannover, Dresdner SC (Aufsteiger); Termine: 7. März Karlsruhe, 9. Mai Meßstetten, 10. Oktober Mannheim, 7. November Dresden, 5. Dezember Finale in Ludwigsburg.

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