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Müll

27.02.2015

Jeder Haushalt muss eine gelbe Tonne nehmen

Im Dezember dieses Jahres wird die gelbe Tonne im Landkreis eingeführt. Jeder Haushalt muss sie grundsätzlich nehmen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Welche Änderungen mit der Einführung im Dezember auf die Bürger im Landkreis zukommen

Die gelbe Tonne wird im Dezember dieses Jahres landkreisweit eingeführt. Das sieht der Fahrplan des Abfallwirtschaftsbetriebes vor. Die Tonne ist kostenlos, aber nicht, wie etwa die Biotonne, freiwillig. Vielmehr besteht wie bei der Restmülltonne eine grundsätzliche Anschlusspflicht. Mit der Einführung der gelben Tonne sind für die Bürger einige Änderungen verbunden, wie im Werkausschuss des Kreistags erläutert wurde.

Mit der gelben Tonne werden Wertstoffe aus Plastik und Metall sowie Milch- und Getränkekartons entsorgt (siehe Info-Kasten). Sie hat ein Fassungsvermögen von 240 Litern. Damit können sich die Bürger die mehr oder minder lange Fahrt zu einem Wertstoffhof oder zu den Containerstandorten sparen.

Die gelbe Tonne ist in der Müllgebühr enthalten, insoweit also kostenlos. Sie wird aber wie die Restmülltonne verpflichtend eingeführt. Das heißt, jeder Haushalt muss grundsätzlich eine Tonne nehmen. Allerdings gibt es die Möglichkeit, sich etwa in einem Zwei- oder Dreifamilienhaus zusammenzutun und sich – bei entsprechend wenigen Abfällen – mit nur einer Tonne zu begnügen, wie Karl Schmid, der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes, im Werkausschuss sagte. „Man muss sich dann bei uns aber gewissermaßen abmelden“. In größeren Wohnanlagen mit mehr als 20 Personen werden große gelbe Tonnen mit einem Fassungsvermögen von 1100 Litern eingesetzt. Die gelben Tonnen werden alle vier Wochen vor dem Haus entleert.

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Beim Beschluss, die gelbe Tonne einzuführen, war im Kreistag angeregt worden, zusätzlich gelbe Säcke anzubieten, falls die Tonne einmal nicht ausreichen sollte – ähnlich wie beim Restmüll. Gelbe Säcke seien zu kostspielig weil zeitaufwendig, hieß es seitens der Verwaltung, da der Fahrer des Wertstofffahrzeugs jedes Mal aussteigen müsste, um die Säcke händisch einzuladen. Es sei aber denkbar, bei regelmäßigen Übermengen eine zweite gelbe Tonne zu ordern. Was aber nicht im Sinne des Erfinders sei: „Wir wollen ja grundsätzlich Abfall vermeiden“, erklärte Landrat Hubert Hafner. Sehr große Plastik- oder Metallbehältnisse sowie gewerblich anfallende Wertstoffe dieser Art können künftig auf den Wertstoffhöfen in besondere Großcontainer gegeben werden.

Mit der Einführung der gelben Tonne werden die Sammelbehältnisse für Dosen, Styropor oder Milch- und Getränkekartons auf den Wertstoffhöfen oder an den Containerstandorten abgebaut. Allerdings erst nach einer Übergangszeit von etwa drei Jahren. „Danach werden wir sehen“, so Schmid. Derzeit gibt es an 15 Standorten in acht Gemeinden eine mobile Wertstoffsammlung. Sie wird mit Einführung der gelben Tonnen wegfallen.

Grundsatzbeschluss des Kreistags ist ferner, nach Einführung der gelben Tonne aus Kostengründen einige der kleinen Wertstoffhöfe zu schließen. „Da schrillen bei mir natürlich die Alarmglocken“, erklärte der Ziemetshauser Bürgermeister und CSU-Kreisrat Anton Birle. Auch da werde nichts übers Knie gebrochen, versicherte Landrat Hubert Hafner. Man werde die Entwicklung etwa ein Jahr beobachten, Erfahrungen sammeln und danach entscheiden, welche der kleinen Wertstoffhöfe überflüssig sind.

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