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06.03.2009

Jetzt legen die Väter das Fundament

Silheim/Bibertal Am Ortseingang von Silheim wird bald ein zweites Buswartehäuschen stehen. Nachdem der Gemeinderat ein weiteres Wartehaus gegenüber dem bereits Bestehenden als nicht erforderlich abgelehnt hatte, haben jetzt einige Eltern und die Zimmerei Dirr die Initiative ergriffen.

"Es geht darum, dass die Kinder, die nach Wettenhausen oder Ichenhausen zur Schule fahren, bei Regen oder Schnee nicht unbedacht über die Staatsstraße springen, wenn der Bus kommt. Das wäre ein Gefahrenmoment", erklärte die Silheimerin Martina Berchtold ( CSU).

Die Väter der Schulkinder werden das Fundament legen und der Gemeinde nur die Materialkosten berechnen. Die Zimmerei Dirr erstellt das Häuschen und bringt eine Spende von 2000 Euro ein. Bevor die Gemeinderäte den Antrag der Eltern und des Unternehmens annahmen, diskutierten sie noch eine Alternative. Hubert Wolf (FW) wollte die Schüler "lieber gleich ganz von der Staatsstraße wegbringen". Er schlug vor, dass künftig alle Busse am Feuerwehrhaus halten sollen. Damit sie nicht wenden müssten, könnten sie die Route über den Friedhof nehmen.

Skepsis im Gremium

Jetzt legen die Väter das Fundament

Der Silheimer Alois Denzel (CSU) war nicht der Einzige, der skeptisch war. "Ich denke nicht, dass die Busunternehmen auf eine neue Linienführung eingehen. Die Straßen zum Friedhof sind eng und da parken Autos. Die Kinder aus Vordersilheim müssten ohnehin weiter die Straße queren."

Wolfgang Beyer (SPD) erinnerte daran, dass man schon einmal in Kissendorf versucht habe, die Bushaltestellen zu verlegen: "Wir haben ein Jahr verhandelt, aber nichts erreicht. Die Abfahrtszeiten sind auf die Minute geplant." Michael Linder (CSU) erkundigte sich, ob das neue Häuschen die Sicht der Autofahrer, die von der Ortsstraße kommen, einschränke.

Das schloss Bürgermeister Robert Strobel aus: "Das Bushäuschen wird nicht auf der asphaltierten Busbucht gebaut, sondern auf dem angrenzenden Gelände." Schon im Dezember hatte Lorenz Dirr (CSU) angeregt, durch eine Baumaßnahme das Tempo der Autofahrer zu drosseln.

Das staatliche Bauamt in Krumbach macht sich demnächst ein Bild vor Ort. Auf Vorschlag von Hubert Wolf (FW) haben die Lechwerke bereits die Straßenlampen optimiert, aber wesentlich heller sei es dadurch nicht geworden, wie es hieß. Die Gemeinderäte wollen deshalb an der geplanten Temporeduzierung festhalten.

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