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Landkreis Günzburg

09.03.2016

Jetzt macht auch die VR-Bank Donau-Mindel Filialen dicht

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Unter anderem wird die Filiale in Rettenbach geschlossen.
Bild: Peter Wieser

Betroffen sind von der Entscheidung fünf Geschäftsstellen im Landkreis Günzburg sowie drei weitere im Landkreis Dillingen.

Unumwunden gibt Alexander Jall zu: „Natürlich fällt der Abschied schwer, denn das hat schon etwas Endgültiges, es werden ja keine Filialen mehr eröffnet.“ Dem Vorstandsmitglied der VR-Bank Donau-Mindel ist anzumerken, dass dies keine bloße Floskel ist, um eine Sparmaßnahme zu verbrämen. Das Geldinstitut, das sowohl im Landkreis Günzburg als auch im Kreis Dillingen bisher noch ein ordentliches Netz an Zweigstellen unterhält, tut das, was die Konkurrenz in diesen Wochen ebenfalls bereits getan hat: Es kündigt die Schließung von Niederlassungen an. Insgesamt sind es acht Filialen, die am 31. März endgültig den Schalter dichtmachen.

Der Landkreis Günzburg ist davon etwas stärker betroffen. Hier fällt eine von drei Geschäftsstellen in der Günzburger Kernstadt weg, diejenige in der Danziger Straße, ferner die im Stadtteil Reisensburg. Auch Haldenwang, Rettenbach und Riedheim stehen auf der Schließungsliste. Im Kreis Dillingen sind betroffen: Bächingen, Haunsheim und Syrgenstein. Somit verfügt die VR-Bank Donau-Mindel künftig nur noch über 18 Geschäftsstellen und vier SB-Zweigstellen.

Kündigungen soll es keine geben, beteuert die Bank. Die Mitarbeiter aus den geschlossenen Niederlassungen bekommen an anderer Stelle einen Job. Offenbar ist mancher ganz froh darüber, nicht mehr hinter einem spärlich besuchten Schalter sitzen zu müssen, wie Vorstandssprecher Ingo Eberhard sagt.

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Die Filialen haben sich nicht mehr gerechnet

Die Begründung für Schließungen ist im Prinzip die gleiche, wie sie auch schon die Sparkasse Günzburg-Krumbach und die Raiffeisenbank Ichenhausen gegeben haben, als sie ankündigten, sich von einigen Geschäftsstellen zu trennen: Es hat sich nicht mehr gerechnet. Wenn nur noch etwa alle halbe Stunde ein Kunde vorbeischaue, dann sei das nicht mehr darstellbar, findet Ingo Eberhardt, „die Kunden haben mit den Füßen abgestimmt.“ Geldgeschäfte übers Internet oder per Telefon sind halt komfortabler als der Gang in die nächste Filiale, bei der oftmals schon die Öffnungszeiten sehr stark reduziert sind.

Angesichts der Probleme im Bankensektor mit dauerhaft niedrigen Zinsen und gestiegenen Anforderungen seitens der Europäischen Union, habe man die Kosten reduzieren müssen, obwohl die Ergebnisse unter dem Strich noch gut seien. Doch das werde sich in den nächsten Jahren rasch ändern.

Zum Ausgleich für die geschlossenen Geschäftsstellen baut die VR-Bank nun ein Telefon-Beratungszentrum in Lauingen auf. Dort sitzen nach Angaben von Vorstandsmitglied Stefan Bosch zunächst zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die alle ausgebildete Bankkaufleute seien, also keine angelernten Hilfskräfte wie in einem herkömmlichen Callcenter. Im Laufe des Jahres soll der Stab auf 20 Berater anwachsen. Über diese Zentrale ist es möglich, künftig Geldgeschäfte abzuwickeln, Termine zu vereinbaren, Auskünfte einzuholen oder Reisegeld zu bestellen.

Unter der Servicenummer 09071/581-581 können Kunden jedoch auch Bargeldlieferungen ins Haus anfordern. Das sei sozusagen ein Angebot für „Härtefälle“, also Menschen, die nicht mehr recht mobil sind. Auf Wunsch kommt auch der Bankberater nach Hause. Diese Möglichkeit gab es schon früher, sei aber bisher nicht sehr stark genutzt worden.

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Die Diskussion ist geschlossen.

23.03.2016

Bleiben dann wenigstens die Geldautomaten erhalten?

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09.03.2016

Das heißt dann zu deutsch: "Wir bündeln unsere Kompetenzen".

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