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Energieversorgung

07.04.2011

Jetzt melden sich die Befürworter zu Wort

Das Kraftwerk in Hamm soll mit dem auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände geplanten Kraftwerk vergleichbar sein.
Bild: Foto: Georg Schalk

In Bubesheim geht die Diskussion über das geplante Gas- und Dampfturbinenkraftwerk weiter. Es gibt auch Bürger, die bei diesem 900-Millionen-Euro-Projekt „ins Schwärmen kommen“

Bubesheim Im Dorf wird diskutiert. Genau das hatten sich die Bubesheimer gewünscht, die wegen des auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände geplanten Gas- und Wasserdampfturbinenkraftwerks (GuD) ein Bürgerbegehren ins Leben gerufen hatten. Jetzt haben sich auch die Befürworter des 900 Millionen Euro teuren Projektes zu Wort gemeldet.

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Zu ihnen gehört Horst Zeiser. Der Bubesheimer ist sicher: „Es gibt noch viele, die meiner Meinung sind.“ Ihre Stimmen sollen nicht ungehört bleiben, wie er findet. Unter der Namensnennung von zwei weiteren Bubesheimern hat Horst Zeiser ein Schreiben verfasst. Viele Bubesheimer haben es in den vergangenen Tagen in ihren Briefkästen gefunden. Schwarz auf weiß lasen sie es: „Wer dieses geplante GuD in einem größeren Zusammenhang betrachtet, kann nur ins Schwärmen kommen.“ Denn, so heißt es weiter: „Zusammen mit Fotovoltaik, Biogas, Wind- und Wasserkraft ließe sich mit einem solchen GuD ein Atomkraftwerk der Größe von Gundremmingen ersetzen und das mit nahezu dem doppelten Wirkungsgrad von konventionellen Wärme- und Atomkraftwerken.“

Mit der Genehmigung dieses Kraftwerks könne Bubesheim einen wichtigen gesellschaftspolitischen Beitrag zum Atomausstieg und Umstieg auf regenerative Energiegewinnung leisten.

Jetzt melden sich die Befürworter zu Wort

Zum Bürgerbegehren, das einige Bubesheimer vor Kurzem angestoßen hatten, sagt Horst Zeiser: „Wenn es ein Bürgerbegehren gibt, dann muss sich jeder ganz genau informieren.“ Es sei die Pflicht eines jeden Bubesheimers, die Entscheidung für oder gegen ein solches Kraftwerk in einem größeren Zusammenhang zu sehen und nicht allein aus der Sicht eines Bubesheimers.

Die Verfasser des Schreibens erklären, dass sie der Meinung sind, mit dem Bürgerbegehren sei insgesamt eine interessante Diskussion in Bubesheim angestoßen worden. „Es ist verständlich, dass man sich vor etwas Neuem, noch dazu so Großem zunächst einmal fürchtet und es spontan ablehnt“, steht in dem Rundschreiben über das Kraftwerk. Doch die Gruppe der Bubesheimer, die jetzt ihre Meinung kundgetan hat, teilt die Auffassung der Initiatoren des Bürgerbegehrens nicht. Sie haben „andere Schlüsse aus der Infoveranstaltung“ der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm gezogen, wie sie erklären: „Es wurde umfassend informiert. Es wurde auf alle Fragen, Bedenken und Einwände eingegangen und wir konnten die Veranstaltung mit einem guten Gefühl verlassen.“

Und weiter haben sie schriftlich formuliert, dass sie durch den Bau des Kraftwerkes keine Gefährdung für die Bubesheimer sehen könnten. Grund dafür sei die Annahme, dass die Rauchgase so hoch in die Luft geschleudert und fort geweht würden, dass sie niemals direkt auf Bubesheim niederschlagen könnten. „Die Dampfschwaden sind unschädlich und treten nur bei bestimmten Wetterlagen, vornehmlich Herbst und Spätwinter, auf.“

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