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Günzburg

30.09.2019

Jetzt soll europaweit nach den BKH-Flüchtigen gefahndet werden

Die Klinik für Forensische Therapie und Psychotherapie des BKH in Günzburg. Trotz großer Sicherheitsvorkehrungen und Videoüberwachung sind zwei Insassen entwichen.
Bild: Bernhard Weizenegger

Weil die Suche nach den zwei Männern, die aus dem Bezirkskrankenhaus geflohen sind, im Raum Günzburg erfolglos blieb, soll jetzt europaweit gefahndet werden.

Von den zwei Männern, die am Montag vor einer Woche aus dem Bezirkskrankenhaus in Günzburg geflohen sind, fehlt weiterhin jede Spur.Die Suche der Polizei am vergangenen Freitag in Weißingen und Günzburg blieb ergebnislos. Wie Holger Stabik vom Polizeipräsidium Schwaben Süd-West auf Anfrage mitteilte, arbeitet die Polizei jetzt mit Hochdruck daran, einen europäischen Haftbefehl für die zwei Geflohenen zu beantragen.

Wie berichtet, hatten die beiden Patienten, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren und wegen Suchterkrankungen in der Forensik in Günzburg behandelt wurden, eine Klinik-Angestellte bedroht, ein weiterer Mitarbeiter hatte daraufhin die Türe entriegelt und die Männer flüchteten.

Trotz Großfahndung gelang es den Männern unterzutauchen. Mehrfach waren Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, dass die Männer unter anderem in Jettingen-Scheppach, später in Günzburg und bei Leipheim gesichtet worden seien. Gefunden wurden die beiden 23 und 28 Jahre alten Männer aber bis heute nicht. Ob sie sich immer noch im Großraum Günzburg aufhalten oder vielleicht längst die Region verlassen haben, kann der Polizeisprecher nicht sagen.

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Die Polizei hat alle Hinweise ernst genommen und konsequent abgearbeitet

Die Polizei müsse sich jetzt Fragen gefallen lassen, ob sie auf falsche Hinweise hereingefallen oder hereingelegt worden sei oder möglicherweise immer einen halben Schritt zu langsam gewesen sei. Er könne nur sagen, dass die Polizei alle Hinweise – und es seien viele eingegangen – ernst genommen und konsequent abgearbeitet habe. „Hinterher ist man immer schlauer, man kann leicht reden“, sagte Stabik.

Weder den Vorwurf, dass die Fahndung nicht beharrlich und schnell genug erfolgt sei, noch die Kritik, dass der Einsatzaufwand übertrieben gewesen sei, will Stabik gelten lassen. „Die Polizei wird in solchen und anderen Fällen immer auf alle Mittel zurückgreifen, die sie zur Verfügung hat.Es hat diesmal leider nicht funktioniert.“ Auch wenn die Festnahme noch nicht geglückt ist, bleibt Stabik selbst gelassen. In seinen Augen ist es nur eine Frage der Zeit, bis die zwei Männer irgendwo auffällig werden.

Seit vergangener Woche wird bereits deutschlandweit nach den beiden Flüchtigen gesucht. Jetzt ist die Polizei daran, einen europäischen Haftbefehl zu erwirken, um die Chancen der beiden, sich ins Ausland abzusetzen, zu schmälern.

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