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Günzburg

18.01.2021

Jobcenter muss mehr für Mieten zahlen

Das Jobcenter im Landratsamt Günzburg muss mehr für Mieten bezahlen.
Foto: Bernhard Weizenegger

Plus Wie das Jobcenter, eine Einrichtung des Landkreises Günzburg, finanziell da steht.

Das Jobcenter des Landkreises Günzburg ist im Jahr 2020 trotz Corona finanziell gut über die Runden gekommen. Die Finanzausstattung werde auch in diesem Jahr „auskömmlich“ sein, hieß es bei der gemeinsamen Sitzung von Sozial- und Kreisausschuss. Zwar werden heuer aufgrund verschiedener Faktoren höhere Ausgaben erwartet, die werden aber durch Zuwendungen des Bundes mehr als ausgeglichen.

Das Jobcenter ist unter anderem zuständig für die Grundsicherung der Bezieher von Hartz IV, die Vermittlung von Arbeit, entsprechende Fortbildungsmaßnahmen oder das Sozialgeld. Auch Flüchtlinge, die leistungsberechtigt sind und in einer zentralen oder dezentralen Unterkunft leben, gehören zum Zuständigkeitsbereich.

Jobcenter: Größter Kostenfaktor sind Ausgaben für Heizmaterial

Größter Kostenfaktor sind nach Angaben von Kreiskämmerer Gernot Korz die Ausgaben für Unterkünfte und Heizmaterial. Da die Mietobergrenzen angehoben wurden, rechnet Korz in diesem Jahr unter anderem mit höheren Ausgaben für jene Mieten, die das Jobcenter übernehmen muss.

An Ausgaben für das Jobcenter kalkuliert Korz mit knapp 18,8 Millionen Euro, das sind rund 600000 Euro mehr als 2020. Da der Bundeszuschuss um 1,1 Millionen Euro angehoben wird, muss der Kreis nur noch ein Defizit von 2,3 Millionen ausgleichen, das sind 682000 Euro weniger als 2020.

Zahl der Bezieher von Hartz IV liegt unter dem Bundesdurchschnitt

In den vergangenen Jahren lag die Zahl der Bezieher von Hartz IV im Landkreis deutlich unter dem Landes- oder gar dem Bundesdurchschnitt. Das ist trotz Corona auch voriges Jahr so geblieben. Die Zahl derer, die nun auf Hartz IV angewiesen sind, sei 2020 gegenüber 2019 lediglich um ein Prozent gestiegen, erklärte Korz weiter. Zu danken sei das unter anderem dem Kurzarbeitergeld. Durch den derzeitigen zweiten Lockdown sei zuletzt aber ein weiterer leichter Anstieg zu verzeichnen gewesen. Dies auch, weil der Gesetzgeber wegen der Pandemie den Zugang zu Hartz IV etwas erleichtert habe.

Gegen die Stimmen der beiden AfD-Kreisräte empfahlen die Mitglieder des Sozial- und des Kreisausschusses dem Kreistag, den Haushaltsentwurf für das Jobcenter zu beschließen.

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